Ein Urbanismus der Ungleichheit ‚Neue soziale Stadtpolitik‘ in Hamburg als Strategie der Verbürgerlichung

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Moritz Rinn

Abstract

In Deutschland werden gegenwärtig verschiedene stadtpolitische Re-Regulierungen beobachtet: neue Wohnungsbauprogramme, Instrumente zur Mietpreisbegrenzung oder Ansätze zur Restriktion von Investitionen in Gentrifizierungsgebieten. Nun wird diskutiert, ob solche ‚sozialen‘ Re-Regulierungen einen Bruch mit urbaner Neoliberalisierung anzeigen. Der Aufsatz geht dieser Frage am Beispiel Hamburgs nach. Hier haben Forscher_innen kontroverse Positionen vertreten, ob ‚progressive‘ Strategien hin zu einer ‚Stadt für alle‘ zu beobachten sind. Der Aufsatz stellt zunächst die stadtpolitischen Re-Regulierungen vor und rekonstruiert anschließend die darin produktiven normativ-strategischen Rationalitäten politisch-administrativer Akteur_innen. Die zusammenführende Analyse zeigt, dass sich in Hamburg sozial-integrierte und unternehmerische Strategien zu einem ‚Urbanismus der Ungleichheit‘ verdichten. Die ‚Stadt für alle‘ soll durch Strategien der Verbürgerlichung realisiert werden, die Ungleichheiten verstärken.


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Autor/innen-Biografie

Moritz Rinn

Politikwissenschaftler; Arbeitsschwerpunkte sind städtische Konflikte, Stadtentwicklungspolitik, Politiken des Sozialen und Sozialstaatlichkeit.

Zitationsvorschlag

Rinn, M. (2018) Ein Urbanismus der Ungleichheit, sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung, 6(1), S. 9-28. Verfügbar unter: http://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/332 (Zugegriffen: 19Dezember2018).

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