Wie lässt sich Verdrängung verhindern? Die Rent-Gap-Theorie der Gentrifizierung und ihre Gültigkeitsbedingungen am Beispiel des Frankfurter Gallus

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Sebastian Schipper
Tabea Latocha

Abstract

Innerhalb der Gentrifizierungsforschung analysiert die Rent‑Gap‑Theorie, wie kleinräumige Differenzen zwischen gegenwärtigen Verwertungsbedingungen einerseits sowie Erwartungen auf zukünftig steigende Mieten andererseits Verdrängungsprozesse antreiben. Dementgegen hat Eric Clark (2014) jüngst eingefordert, dass die Stadtforschung den Blick verstärkt darauf richten müsse, wie Verdrängung verhindert werden kann. Diesen Appell aufgreifend, zeigen wir bezogen auf den deutschen Kontext, inwiefern mietrechtliche Regularien, stadtplanerische Entscheidungen und die jeweilige Eigentümerstruktur wesentlich darüber entscheiden, ob sich ein immobilienwirtschaftlicher Verwertungsdruck auch tatsächlich in Verdrängungsprozesse übersetzt. Illustriert wird dies am Wandel der Eigentümerstruktur im Frankfurter Gallus seit den 1970er Jahren. Deutlich wird dabei, dass Gentrifizierung kein Naturgesetz darstellt, sondern ein zutiefst politischer Prozess ist, der sich effektiv verhindern lässt


Artikel-Details

Autor/innen-Biografien

Sebastian Schipper

Sebastian Schippers Forschungsschwerpunkte beinhalten Stadtpolitik, politische Ökonomie des Wohnens, Gentrifizierung und städtische soziale Bewegungen.

Tabea Latocha

Tabea Latocha beschäftigt sich mit der Urban Citizenship Debatte und der Rolle der Bürger_innen in städtischen Planungsprozessen.

Zitationsvorschlag

Schipper, S. und Latocha, T. (2018) Wie lässt sich Verdrängung verhindern?, sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung, 6(1), S. 51-76. Verfügbar unter: http://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/337 (Zugegriffen: 17Dezember2018).

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