Sorgende Gemeinschaften? ‚Demenzfreundliche‘ Kommunen zwischen sozialstaatlichem Sparmodell und Emanzipationsgewinn

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Mike Laufenberg

Abstract

Der von Bund, Kommunen und Selbsthilfeorganisationen ausgerufene „demenzfreundliche“ Umbau der Gesellschaft wird  einer kritischen Analyse unterzogen. Hierfür werden die polit-ökonomischen und wohlfahrtstaatlichen Rahmenbedingungen des sozialpolitischen Konzepts der „sorgenden Gemeinschaft“ rekonstruiert, welches die Zivilgesellschaft zu einer wesentlichen Akteurin „demenzsensibler“ Kommunen erklärt.  Unter den gegebenen Bedingungen läuft diese Entwicklung Gefahr, den mangelnden Ausbau sozialstaatlicher Transfer- und Dienstleistungen in der Altensorge abzufedern. Am Beispiel des Konzepts der „demenzfreundlichen Kommune“ wird gezeigt, dass bürgerschaftliches Sorgepraktiken Menschen mit Demenz zugleich Emanzipationsgewinne in Form von steigender sozialer Partizipation und Selbstbestimmung ermöglichen. Ausgehend von diesem Spannungsverhältnis wird ein Vorschlag unterbreitet, wie gemeinwesenorientierte Care-Arrangements jenseits der Dichotomie von sozialstaatlichem Sparmodell und idealistisch verklärter Sorgegemeinschaft zu fassen wären.


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Autor/innen-Biografie

Mike Laufenberg

Mike Laufenberg ist Soziologe und arbeitet u. a. in den Bereichen Geschlechtersoziologie und Queer Theory, Wohlfahrtsstaats- und Arbeitsforschung sowie zu sozialen Ungleichheiten in Organisationen.

Zitationsvorschlag

Laufenberg, M. (2018) Sorgende Gemeinschaften?, sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung, 6(1), S. 77-96. Verfügbar unter: http://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/339 (Zugegriffen: 17Dezember2018).

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