Mit einem Umfang von 412 Seiten und empirischen Fundamenten, die auf 15 Jahren Forschungsarbeit beruhen, gehört Das Regieren der Favela. Gewaltherrschaft, Populärkultur und soziale Kämpfe in den Peripherien von Rio de Janeiro von Stephan Lanz zu den umfangreichsten Arbeiten zu diesem Thema in deutscher Sprache. Lanz behandelt im Buch verschiedene Querschnittsthemen zu Favelas wie Urbanisierungsprozesse, Unterdrückungs- und Mobilisierungsdynamiken, Populärkultur oder neuevangelikale Kirchen aus der Perspektive eines kritischen Urbanismus. Dabei legt er einen empirischen Fokus auf die Favela-Nachbarschaft von Manguinhos in der Nordstadt Rios, die seit den 2000er-Jahren – während Lanz sie immer wieder besuchte und beforschte – starken Umstrukturierungsprozessen ausgesetzt war, vor allem im Rahmen einer groß angelegten urbanen Intervention im Rahmen des sogenannten „PAC Favelas“ (Bundesprogramm zur Beschleunigung des Wachstums mit Fokus auf Favela-Urbanisierung). Die Vielfalt der Themen, denen sich Lanz dabei widmet, entspringt verschiedenen Forschungsetappen, was sich in einem teils eher fragmentarischen Aufbau widerspiegelt. Das Buch richtet sich an Sozialwissenschaftler*innen und städtische Planer*innen, die sich mit dem Thema urbaner Peripherien in einem globalen Kontext beschäftigen. Durch die Nähe der empirischen Erzählung zur Dynamik von Favelas und optisch bereichert durch mehrere Bildserien, ist das Buch allerdings auch für allgemein an Rio de Janeiro, Favelas oder Stadtentwicklung interessierte deutschsprachige Leser*innen eine bereichernde Lektüre.
Die Perspektive, von der aus ich mich mit den Themen des Buches beschäftige, ist davon geprägt, dass ich seit 2008 in der nicht weit von Manguinhos gelegenen Favela-Nachbarschaft Maré lebe, hier in sozialen Basisbewegungen aktiv bin und mich als aktionsforschender Geograph mit territorialen Dynamiken von Peripherien und den sie prägenden Widerständen auseinandersetze (Bartholl 2023). Die von Lanz analysierten Themen und Dynamiken sind somit Teil meiner Alltagswelt, und der von ihm gewählte Titel des Buches lädt mich dabei zu einer Lesart ein, die die politisch-epistemologische Ausrichtung seiner kritischen Analyse in den Mittelpunkt stellt. In diesem Zusammenhang diskutiert der Autor gleich in Kapitel 1 kritisch die Urban Studies und ihren „west-zentrischen Blick“ (Lanz 2021: 17) auf urbane Peripherien des Globalen Südens. Für Lanz ist im Folgenden der auf Arbeiten von Michel Foucault (2006) beruhende Ansatz des „Regierens der Favela“ zentral, um Favelas und ihre sozialräumliche Dynamik aus politischer Sicht zu lesen und dabei diesen „west-zentrischen Blick“ zu überwinden. Die politisch-epistemologische Messlatte für den im Buch präsentierten Blick auf Favelas eines Forschers des Globalen Nordens ist damit hoch angesetzt.
Kapitel 2 und 3 beruhen vorwiegend auf Studien von Sekundärliteratur und sind eine interessante Einleitung gerade auch für Leser*innen, die mit dem Thema der Favelas nicht vertraut sind, indem sie „gemeinschaftliche, politische, behördliche oder polizeiliche Praktiken und Interventionen nach[zeichnen], die die Favela erbaut und gestaltet, kontrolliert und zerstört, regiert und beherrscht haben“ (Lanz 2021: 45). Lanz stellt hier Favelas in ihren historischen Entstehungskontext und hebt dabei die schwierigen Bedingungen hervor, unter denen ihre Bewohner*innen sich einen (Über-)Lebensort in der im 20. Jahrhundert rasch wachsenden Metropole Rio de Janeiro zu sichern suchten. Im Angesicht fehlender urbaner Infrastruktur und latenter Bedrohung, geräumt zu werden, bildeten sich dabei Einwohner*innenversammlungen heraus, die sich für die Interessen der Bewohner*innen einzusetzen begannen. Sowohl das Aufkommen des Drogenhandels als auch Projekte der Urbanisierung sind dabei Phänomene, die Lanz hier als prägend für den Entstehungs- und Entwicklungsprozess von Favelas hervorhebt. Unter ihrem Einfluss habe sich auch der Charakter der Einwohner*innenversammlungen stark verändert. Diese hätten immer seltener demokratisch artikulierte, kollektive Interessen der Bewohner*innen dem Staat gegenüber vertreten und sich immer mehr lokal wirkenden Machtstrukturen unterordnen müssen (ebd.: 68). Es kommen auch neuere Akteure ins Spiel, wie die paramilitärisch agierenden „Milizen“, und neuere Prozesse urbaner Umstrukturierung unter Einfluss von Megaevents, die in Rio stattfanden, wie die Herrenfußball-Weltmeisterschaft 2014 und die Olympischen Spiele 2016. Es wird diskutiert, wie Bewohner*innen den häufig wiederkehrenden Formen von Unterdrückung seitens des Staates begegnen oder wie sich „neuartige Bürgerrechtskämpfe gegen die historische Zirkularität der staatlichen Favela-Politiken“ (ebd.: 127) entwickelt haben. Hier greift der Autor auch das Thema der UPPs, Befriedungseinheiten der Militärpolizei, erstmals ausführlicher auf und betrachtet diese raum- und biopolitische Unterdrückungsstrategie kritisch.
Im darauffolgenden Kapitel 4 taucht der Autor dann in einige Beispiele wichtiger kultureller Ausdrücke der Favelas ein mit einem besonderen Augenmerk auf Hip-Hop und Funk, die Lanz als „Favela-Subkulturen“ diskutiert. Hier kommt auch das Thema der in Favelas agierenden NGOs ins Spiel, deren Rolle Lanz im Rahmen einer liberal fundierten „NGOisierung der Kultur“ (2021: 178) kritisch reflektiert.
In Kapitel 5 kommt mit Lanz’ langjähriger Ansprechpartnerin vor Ort eine Favela-Aktivistin ausführlich zu Wort, die ihren Werdegang und ihr soziales Wirken in den Favelas von Manguinhos schildert. Dies tut sie im Dialog mit Lanz auf sehr interessante Art und teilt so mit den Leser*innen ihren kritischen Blick, der von innen und auf vieljähriger eigener Erfahrung basierend das Leben in der Favela betrachtet. An diese biografischen Erinnerungen knüpft Lanz in Kapitel 6 mit einer Diskussion der sozialräumlichen Dynamik der Favelas von Manguinhos an. Hier geht es darum, wie Macht in Favelas ausgeübt wird und welche Rolle dabei welchen staatlichen und nicht staatlichen Akteuren zukommt. Im abschließenden Kapitel 7 greift Lanz dann einen solchen weiteren Akteur auf, der in den letzten Jahrzehnten in Favelas stetig präsenter wird: Neupfingstler-Kirchen, deren wachsender Einfluss im spirituellen Lebensalltag der Favelas und im (spirituellen) Leben ihrer Bewohner*innen diskutiert wird.
Die sieben Kapitel des Buches stehen somit für eine Vielseitigkeit von Themen zu Favelas und von Blicken auf deren sozialräumliche Dynamik. Da das Buch eher im Sinne eines Baukastens aufgebaut ist, werden einige Themen mehrfach aufgegriffen, was dazu führt, dass es teils an Kontinuität in der Diskussionsführung fehlt. Der erste Teil (Kapitel 1 und 2), in dem es um theoretisch-konzeptionelle Grundlagen, den historischen und geographischen Entstehungskontext von Favelas und das Regieren der Favelas im 21. Jahrhundert geht, ist intern konzeptionell stringenter und kohärenter als der zweite empirische Teil des Buches (Kapitel 3 bis 7) sowie als beide Teile in Bezug zueinander. Die anfänglich konstruierte konzeptionelle Grundlage ist zwar immer wieder Referenzpunkt, aber die verschiedenen Themen und auch die im Verlauf des Buches in den Blick genommenen Akteure werden nicht noch einmal zusammenführend zu dieser oder zueinander in einem ausführlichen Abschlusskapitel in Beziehung gebracht. Das wäre wünschenswert gewesen, um die Fragen zu komplexen Machtstrukturen in Favelas theoretisch rückgebunden zu vertiefen und gerade in Bezug auf Lanz’ Ansatz zu untersuchen, in welchem Spannungsfeld zwischen Selbst- und Fremdregierung sich das Leben in Favela-Territorien abspielt und welche Rolle dabei die verschiedenen von Lanz benannten Akteure einnehmen.
Da der Autor sehr viele Facetten und Themen in dem Buch zusammenführt, fällt es mir nicht leicht, Unstimmigkeiten, die teilweise in kleineren, für Außenstehende kaum merkbaren Details liegen, oder auch allgemeinere Diskordanzen, die sich für mich aus einer Perspektive des Alltagslebens in der Favela ergeben, welches ich mit politischer Basisarbeit und Forschung verbinde, schriftlich zu fassen. Zum einen ist oft ein größerer Kontext notwendig, in dem dann einzelne Fragen kritisch beleuchtet werden können, zum anderen merke ich aber auch, wie wichtig für uns in den Favelas die Oralität ist. Lanz selbst hat viele ausführliche Gespräche während seiner Forschungen geführt, und mir scheint, dass die Form des Gesprächs zum Teil besser geeignet sein könnte, gerade auch Nuancen herauszuarbeiten, was die sehr komplexen Zusammenhänge des Aushandelns von Macht und der Mobilisierung in der Favela betrifft. Im Rahmen einer kurzen Buchbesprechung wie dieser kann ich letztlich nur einige Punkte beispielhaft herausarbeiten, in denen mir die Analyse Lanz’ widersprüchlich erscheint.
Dieser diskutiert NGOs, die in Favelas agieren, kritisch und im Lichte der Neoliberalisierung sozialer Politik, wie etwa wenn es um das Thema kultureller Praktiken in Favelas geht. Leider wird jedoch die Diskussion gerade dieser Organisationsform von ihm in Bezug zur zentralen Frage des Buches nicht dem empirischen Potenzial seiner Forschungsergebnisse entsprechend vertieft. Dabei fordert schon der Name dieser Organisationsform ein kritisches Hinterfragen: Welche Rolle übernehmen NICHT-Regierungs-Organisationen beim „Regieren der Favela“? Regieren sie etwa nicht? Wessen Interessen repräsentieren sie und welche politische Rolle spielen sie?
NGOs treten dabei im Buch immer wieder als wichtige Akteure auf, und Lanz präsentiert den konzeptionellen Ansatz des „Regierens durch Community“ (2021: 35), im Rahmen dessen es möglich scheint, grundsätzlicher die Rolle dieses Akteurs kritisch zu analysieren, was in einem separaten Kapitel geschehen könnte. Dass dies nicht der Fall ist, führt dazu, dass die Differenzen von NGOs untereinander (große vs. kleine, intern vs. extern geführte, unternehmerisch neoliberal ausgerichtete vs. eng mit sozialen Bewegungen zusammenarbeitende etc.) und zu anderen Akteuren in Favelas nicht ausreichend herausgearbeitet werden und verschwimmen. NGOs, die einerseits als neoliberales Phänomen kritisch in ihrer Rolle betrachtet werden, gelten Lanz andererseits als Dialogpartner, auf die er sich als Stimmen der Favela bezieht.
Beim Versuch, einführend die Frage „Was ist die Favela überhaupt?“ (ebd.: 13) zu beantworten, bezieht sich Lanz auf eine Arbeit aus dem Jahr 2010 mit gleichnamigem Titel, die von der NGO Observatório de Favelas herausgegeben wurde. Diese Publikation habe ich im Rahmen eigener Forschung zu sozialen Basisbewegungen in Favelas etwas genauer untersucht. An dem Seminar, das Grundlage für die Publikation war, nahmen zur einen Hälfte Vertreter*innen externer Institutionen teil (von Universitäten, Entwicklungsbanken, großen externen NGOs), zur anderen Hälfte Mitarbeiter*innen zweier großer NGOs, die in den Favelas der Maré tätig sind (Observatório de Favelas und Redes da Maré). Damit steht diese Publikation beispielhaft für einen institutionalisierten Blick, der – wie Lanz’ langjährige Ansprechpartnerin in Kapitel 5 zitiert wird – dazu führen kann, dass diese Organisationen nicht mehr „innerhalb des sozialen Prozesses [sind], sie beobachten ihn“ (ebd.: 243). Das Seminar ist, ebenso wie die daraus resultierende Publikation zur Frage, was Favelas überhaupt seien, Teil einer spezifischen Strategie, sich am „Regieren von Favela“ zu beteiligen. Hier wäre es wichtig, die verschiedenen Quellen einer machtkritischen Analyse zu unterziehen und sie in ihrem politischen Kontext eingebettet in die Arbeit einzubringen.
Lanz kritisiert einleitend zu Recht, dass Favelas als Stadträume stark stigmatisiert werden. Und für Außenstehende mag es kleinlich wirken, aber wenn Lanz sich stellenweise auf diese Stadträume als „zusammengebastelte Hüttensiedlungen“ (2021: 237) bezieht, die im Kontext eines „selbstgebastelten Urbanismus“ (ebd.: 352) entstehen, wirkt das unglücklich und erweckt den Eindruck, dass hier eine Stigmatisierung von Favelas begrifflich eher reproduziert wird. Zudem bringt Lanz in der Einleitung die von Lícia Valladares vertretene, für mich äußerst fragwürdige Idee ein, dass die Favela schlicht eine „Erfindung“ (ebd.: 13) sei, und kommt mit Bezug auf Janice Pearlman zu dem Schluss, dass „Definitionen, die klare Grenzen zwischen der Favela und der formellen Stadt ziehen“ (ebd.: 14), weder historisch noch aktuell zutreffend seien.
Die Sicherheit, mit der Lanz diese Aussage direkt im Prolog trifft, ist überraschend für ein Buch, das sich ausschließlich mit diesen Stadtteilen und ihren Besonderheiten, von denen es ja offenbar einige zu erforschen gab, beschäftigt. Zudem schreibt Lanz selbst wenige Zeilen später: „Trotz allem [obwohl sich Favelas nicht grundsätzlich von anderen Stadtteilen unterscheiden], […] gibt es immer noch keine Zweifel daran, wo der morro [Favela] endet und der asfalto [als ‚formal‘ bezeichneter Stadtteil] beginnt“ (ebd.: 15). Den Grund für diesen Widerspruch sieht Lanz in den hegemonialen Repräsentationen, welche
„die Favela jahrzehntelang als einen kollektiven Mythos in der Stadtgesellschaft verankert [haben und die] […] losgelöst von ihrer sozialen und materiellen Räumlichkeit existier[en]. […] Gleich Gebrauchsanweisungen strukturieren sie nicht nur das räumliche Verhalten der Menschen vor, sondern, wie das Beispiel der Favela geradezu idealtypisch zeigt, auch politische und urbanistische Interventionen.“
(Ebd.)
Diese Interpretation birgt einige Gefahren. Während einerseits dadurch begründet werden soll, warum urbanistische Interventionen in Favelas anders ablaufen als in Nicht-Favela-Stadtteilen, werden andererseits Favela-Bewohner*innen zu Menschen, deren räumliches Verhalten vorstrukturiert ist und die passiv Stigmata reproduzieren. Können sie in diesem Interpretationsansatz Protagonist*innen ihrer Leben und sozialen Kämpfe sein und sich im Kontext Lanz’ Ansatzes am Regieren der Favela beteiligen?
Stigmata, die im Verlauf des Buches kein zentrales Thema sind, werden hier in ihrer Funktion zur Aufrechterhaltung von Dominanzverhältnissen unterschätzt, sind sie doch nicht vor allem Ursache, sondern als konstituierendes Element eines Verhältnisses zwischen dominanten und unterdrückten Gruppen oder Klassen Mittel und Wirkung: Favelas und ihre Bevölkerung werden von Stigmata (re-)produzierenden privilegierten Klassen als Bedrohung, als „gefährliche Klassen“ wahrgenommen. Um ihre Dominanz zu wahren, greifen diese Klassen auf ein umfangreiches Repertoire an Werkzeugen zurück – dabei spielen Panzer militärischer Besetzungen oder der Befriedungsdiskurs der UPP-Strategien ebenso eine Rolle wie die gesellschaftliche Praxis einer rassistischen, xenophoben Klassengesellschaft, Stigmen zu (re-)produzieren. Hier dürfen Ursache und Wirkung nicht vertauscht werden: Favelas unterscheiden sich von anderen Teilen der Stadt nicht nur dadurch, dass sie stigmatisiert werden, sondern sie unterscheiden sich von sonstiger Stadt sehr stark als von widerständigen Praktiken und Territorialitäten geprägte und konstituierte Räume der unteren urbanen Klassen, die vorwiegend schwarze, indigene und kleinbäuerliche Wurzeln haben, und „müssen“ gerade deshalb, als ein Mittel der Unterdrückung, stigmatisiert werden.
Der Stigma-Ansatz des kurzen Prologs von Lanz widerspricht aus meiner Sicht daher einigen seiner sonstigen Ansätze und Interpretationen zu Favela-Dynamiken – und vor allem auch seinem Anspruch, Favelas weniger „west-zentrisch“ und von außen zu betrachten, was er allgemein an den Urban Studies kritisiert. Hier wäre ein Dialog mit Arbeiten wie den etwas älteren Werken von Andrelino Campos (2007) zu Favelas in Rio oder Raúl Zibechi (2011) zu urbanen Peripherien in Lateinamerika sinnvoll.
Interessant ist somit in Bezug zum Buch und zu seinem Thema, wie komplex das Gefüge von Umständen ist, die beeinflussen, wie Favelas betrachtet werden. Wer schaut wie auf Favelas, von wo aus wird geschaut, welche politischen Ansätze werden von den Betrachtenden vertreten und welche Ziele verfolgt? Mit wem wird ein Dialog aufgebaut, welche Referenzen werden in welcher Kontextualisierung in Betracht gezogen, welche Gesprächspartner*innen werden gesucht und gefunden und wie sind Forschende in der Lage, diese politisch einzuordnen? Welchen Platz nehmen wir damit als Wissenschaftler*innen ein im Geflecht von Dominanz und Widerstand, zwischen Selbst- und Fremdregieren, das Favela-Territorien prägt?
Fragen, denen sich Lanz in seiner Arbeit stellt, die bei der Lektüre dieses Buches aufgeworfen und durch das Buch sozusagen an die Forschung gestellt werden, womit es einen anregenden Beitrag zur Diskussion urbaner Peripherien des Globalen Südens leistet. Lanz’ Blick ist dabei einer, der ihn als Forscher des Globalen Nordens situiert und somit Erkenntnisse liefert, die dieser Situiertheit entsprechen, wodurch er einen wichtigen Beitrag dazu leistet, das Thema der Favelas und ihrer Dynamiken in der deutschsprachigen Stadtforschung zu positionieren.