Radfahren in umkämpften Räumen – Empirische Untersuchungen zu Wahrnehmungen und Aushandlungspraktiken im Berliner Straßenverkehr
Abstract
Der Beitrag untersucht Verkehrskonflikte als subjektiv wahrgenommene und räumlich verhandelte Aushandlungsprozesse. Er wird dabei von zwei Thesen geleitet: Erstens, dass Infrastrukturdefizite eine zentrale Konfliktursache darstellen und zweitens, dass raumgreifende, dominante Verhaltensweisen diese Konflikte verstärken. Anhand qualitativer empirischer Methoden wie Interviews und kognitiven Kartierungen untersuchen wir zunächst welche infrastrukturellen und verhaltensbezogenen Faktoren (1) die Wahrnehmungen, (2) die Handlungsstrategien und (3) die Raumkonflikte von Radfahrenden prägen. Aus den Analyseergebnissen leiten wir in einem weiteren Schritt (4) Lösungsansätze und Handlungsempfehlungen für Politik und Planung ab, um Städte fahrradfreundlicher zu gestalten und Konflikte im Straßenverkehr zu minimieren. Unser abschließendes Fazit kontextualisiert diese Lösungsansätze und Handlungsempfehlungen im größeren Rahmen des Verkehrssystems und den Herausforderungen einer sozial und ökologisch nachhaltigen Verkehrswende.
Förderung
Die Publikation dieses Beitrags wurde durch das Finanzierungsprojekt SocioHub-Zeitschriftenbündel 2026-2028 ermöglicht.
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