Segregierende Raumproduktion durch symbolische Praktiken der Unterscheidung – Beispiele nachhaltiger urbaner Landwirtschaft in Kapstadt, Südafrika
Abstract
In einer segregierten Stadt haben soziale Praktiken aller Art – selbst eher philanthropische und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete wie die urbane Landwirtschaft – die Tendenz, die Segregation zu reproduzieren oder sogar zu verstärken. Betrachtet man die urbane landwirtschaftliche Praxis und ihre kulturellen Artefakte als Teil soziomaterieller Arrangements von Raumproduktion, so zeigt sich die kulturelle Dimension von Macht. Auf Grundlage empirischer Daten aus einer ethnographischen Untersuchung zweier urbaner Landwirtschaftsprojekte in Kapstadt diskutiere ich die segregierende Raumproduktion durch symbolische Praktiken der Unterscheidung. Am Beispiel der beiden Projekte, die in unterschiedlichen sozialräumlichen und sozioökonomischen Kontexten operieren, zeigt der Beitrag, wie unterschiedliche lokale Akteur:innengruppen ihre raumpolitischen Ansprüche konzeptionell und symbolisch konstruieren – durch spezifische Formen imaginärer und symbolischer Markierungen des Politischen.
Förderung
Die Publikation dieses Beitrags wurde durch das Finanzierungsprojekt KOALA (Konsortiale Open-Access-Lösungen aufbauen) ermöglicht.
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