Aufwachsen in der „verschlossenen“ Stadt – Muster von dauerhafter sozialer Segregation unter migrantisierten Jugendlichen aus Berlin
Abstract
Der Beitrag untersucht anhand eines prozessorientierten Verständnisses von Segregation die Entwicklungspfade junger migrantisierter Bewohner aus Berlin-Kreuzberg. Dieser Ansatz ermöglicht es, soziale und räumliche Dimensionen getrennt voneinander zu analysieren. Dabei liegt der Fokus auf Aspekten segregierter sozialer Nutzungen der Stadt und Erfahrungen mit urbanen Institutionen – aus der Perspektive der Heranwachsenden. Die longitudinale empirische Analyse basiert auf qualitativen Daten aus zwei zusammenhängenden Forschungsprojekten (2017/2018 und 2023/2024) mit Erst- und Folgeinterviews in einem Zeitraum von fünf bis sechs Jahren. Anhand von Vignetten stellt der Beitrag die teilweise kontrastreichen Entwicklungspfade ausgewählter junger Männer sowie deren Überschneidungen dar. Diese verweisen trotz tendenziell gesteigerter räumlicher Alltagsradien auf Muster einer dauerhaften sozialen Segregation.
Förderung
Die Publikation dieses Beitrags wurde durch das Finanzierungsprojekt KOALA (Konsortiale Open-Access-Lösungen aufbauen) ermöglicht.
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