Subalterne Denkweisen und ihre Beforschung als Spiegel gesellschaftlicher Verhältnisse – Rezension zu Nora Keller (2024): „Stärker als das, was uns trennt“. Kriminalisierungen und Solidarität am „gefährlichen Ort“ Kottbusser Tor in Berlin Kreuzberg. Münster: Westfälisches Dampfboot.
Abstract
Kellers für Kriminolog*innen und Geograph*innen gleichermaßen relevante Dissertation untersucht die Effekte der Sicherheitsdiskurse über ein marginalisiertes Berliner Stadtviertel. Auf der Basis von Interviews und Beobachtungen zeichnet die Autorin detailliert die ungewöhnlich solidarischen lokalen Debatten nach. Bisweilen hätte sich die Rezensentin mehr kritische Einordnung gewünscht, doch in der Gesamtschau zeichnet das Buch ein komplexes Mosaik verwobener Machtverhältnisse, die trotz und durch die linke Bearbeitung von Marginalität entstehen.
Förderung
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