Segregation als Grenzformation
Abstract
Sowohl Segregations- als auch Grenzforschung untersuchen Phänomene der Sortierung, Trennung und Anordnung sozialer Gruppen im Raum. Dabei liegt der Fokus der Segregationsforschung meist auf Wohnstandortmustern in städtischen Räumen, während sich die Grenzforschung eher auf nationalstaatliche Demarkationslinien konzentriert. Trotz des gemeinsamen Interesses an Prozessen der räumlichen Sortierung von Personen entlang sozialer Kategorisierungen und obwohl die Grenzforschung in den letzten Jahren zunehmend auch intrastaatliche, lokal verankerte Grenzprozesse in den Blick nahm, sind beide Forschungsfelder bisher kaum miteinander verbunden. Der Beitrag schlägt vor, Segregation als Grenzformation zu denken und fragt danach, wie sich die Segregationsforschung neu ausrichten ließe, wenn sie sich als Grenzforschung verstünde. Er vertritt die These, dass sich für die Segregationsforschung neue Impulse und Möglichkeiten ergeben, wenn man sie mit Perspektiven der Forschung zu Grenzprozessen und Grenzregimen zusammendenkt.
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