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Recht verständlich machen? Die Faltkarte als visuelle Intervention kritischer Stadtforschung im Kontext von Wohnungsverlust

Autor_innen::

Sarah Klosterkamp (ORCID) , Sarah Knechtel (ORCID) , Max Busch-Geertsema (ORCID)

Abstract

Wie lässt sich juristische Sprache übersetzen – für Menschen, die von Räumung betroffen sind, aber keine juristische Ausbildung haben? Dieser Beitrag nimmt das Spannungsverhältnis zwischen gerichtlicher Sprache, behördlicher Kommunikation und der Alltagssprache städtischer Marginalisierter in den Blick. Ausgehend von ethnographischer Feldforschung in Amtsgerichten und Gesprächen mit Mieter:innen und Aktivist:innen, analysieren wir Formen der Sprachlosigkeit im Kontext von Wohnungsverlust. Im Zentrum steht eine künstlerisch-gestalterische Intervention: eine gemeinsam mit der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle entwickelte Faltkarte, die juristische Verfahren zugänglich machen will. Der Beitrag versteht diese Faltkarte nicht als rein informatives Medium, sondern als eine politische Übersetzungsarbeit – an der Schnittstelle zwischen kritischer Stadtforschung, visuellem Aktivismus und rechtlicher Selbstermächtigung.

Förderung

Die Publikation dieses Beitrags wurde durch das Finanzierungsprojekt KOALA (Konsortiale Open-Access-Lösungen aufbauen) ermöglicht.