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Kommunen und Wohnungsunternehmen als Produzent:innen von Grenzen Kommentar zu Nihad El-Kayed „Segregation als Grenzformation“

Autor_innen::

Sybille Münch

Abstract

Dieser Beitrag greift den Debattenaufschlag von Nihad El-Kayed auf, Segregations- und Grenzforschung stärker als bisher zusammenzudenken. Er nimmt den wohnungspolitischen Umgang mit ethnischer Segregation zum Anlass, um zwei Kontinuitäten im deutschen Diskurs aufzuzeigen: Erstens ist es üblich, im Hinblick auf Kommunen Grenzen der Belastbarkeit städtischer Infrastruktur zu postulieren. Die Suche nach Schwellen- und Grenzwerten und deren Übertragung in Zuzugsbegrenzungen war lange Zeit üblich. Zweitens produzieren Wohnungsanbieter:innen seit Jahrzehnten im Dienste der Herstellung vermeintlich sozial ausgewogener Bewohner:innenstrukturen alltäglich Grenzen. Das Leitbild der Mischung weist den institutionellen Vermieter:innen erhebliche Handlungsspiele bei der Auswahl, Ablehnung und raumbezogenen Sortierung von Personen zu.

Förderung

Die Publikation dieses Beitrags wurde durch das Finanzierungsprojekt KOALA (Konsortiale Open-Access-Lösungen aufbauen) ermöglicht.