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Urbane Ankunftsräume als Grenzräume der Segregation? Kommentar zu Nihad El-Kayed „Segregation als Grenzformation“

Autor_innen::

Annegret Haase , Janine Pößneck

Abstract

Angesichts der Bedeutung von internationaler Zuwanderung und Fluchtmigration für das Städtewachstum hat sich an der Schnittstelle von Stadt- und Migrationssoziologie eine Diskussion um städtische Orte entwickelt, an denen Migrant*innen ankommen, sich räumlich konzentrieren und entsprechende unterstützende Infrastrukturen sowie Netzwerke finden, welche das Ankommen erleichtern – die sogenannten urbanen Ankunftsräume. Der folgende Beitrag versucht, diese Diskussion aus der Perspektive von Grenzen zu deuten. Er verfolgt das Ziel, Ankunftsquartiere als „Grenzräume“ zu diskutieren und sie aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Diese verdeutlichen die Porosität von Grenzen sowie Filterprozesse, welche sehr verschieden ablaufen und entweder Grenzen durchlässig machen, fixieren oder neue errichten können. Zudem sind Ankunftsräume als umkämpfte Orte zwischen Solidarität und Ablehnung zu bewerten. Dieser Beitrag ist aus der Perspektive der Stadtsoziologie geschrieben und adressiert den Diskurs zur Grenzforschung im Wesentlichen, indem er sich auf Impulse aus dem Debattenaufschlag bezieht.

Förderung

Die Publikation dieses Beitrags wurde durch das Finanzierungsprojekt KOALA (Konsortiale Open-Access-Lösungen aufbauen) ermöglicht.