Die Kämpfe um den Campus Bockenheim und die Produktion des Gemeinsamen
Abstract
Der Beitrag analysiert die stadtpolitischen Auseinandersetzungen um den ehemaligen Universitätscampus der Goethe-Universität Frankfurt am Main – den Campus Bockenheim. Ausgehend von einer historischen und räumlichen Annäherung rekonstruieren die Autor*innen exemplarische Initiativen und Kollektive – die Besetzung der Dondorf-Druckerei durch das Kollektiv „Druckerei für Alle!“, die ada_kantine und die Feministische Bibliothek – als Gegen-Institutionen: selbstorganisierte Strukturen, die alternative Modi des Zusammenlebens, Entscheidens und Versorgens erproben und dabei hegemoniale Narrative herausfordern. Im Zentrum steht die Frage, wie durch kollektive Aneignung und Wissensproduktion von unten das Gemeinsame täglich neu produziert wird – und wie es zugleich durch Kooptationsversuche von Stadt und Land bedroht ist.
Förderung
Die Publikation dieses Beitrags wurde durch das Finanzierungsprojekt SocioHub-Zeitschriftenbündel 2026-2028 ermöglicht.
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