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Entstehung post-peripherer Orte nach der Covid-19-Pandemie? Einschätzungen zur veränderten Wahrnehmung des Stadt-Land-Verhältnisses anhand einer kanadischen Fallstudie

Autor_innen::

Carl-Jan Dihlmann

Abstract

Eine 2021 in der sub\urban ausgetragene Debatte über das Ende des Städtischen skizzierte mögliche Auswirkungen der Pandemie auf das Leben in urbanen Räumen. Ländliche Räume galten als vermeintlich sichere Zufluchtsorte, weswegen Höhne und Michel (2021) einen möglichen Exodus aus den Städten diskutierten. Mit zeitlichem Abstand zur Pandemie zeigt sich allerdings, dass dieser Exodus ausgeblieben ist. Dennoch hat sich seit der Coronapandemie etwas am Stadt-Land-Verhältnis geändert. Im Rückblick bietet die sub\urban-Debatte Anlass, das post-pandemische Verhältnis von städtischen und ländlichen Räumen unter Berücksichtigung des aktuellen Forschungsstandes in Deutschland und Nordamerika neu zu beleuchten. Ergebnisse einer qualitativen Fallstudie aus der kanadischen Provinz British Columbia zeigen, dass konfligierende geographische Imaginationen über das Stadt-Land-Verhältnis ländliche Räume nach der Pandemie prägen. Dabei spielen zwei Faktoren eine entscheidende Rolle: erstens eine Veränderung der Gruppen, die Träger:innen des Zuzugs in ländliche Räume sind und zweitens der Verlust bisheriger Peripheriemerkmale des Zuzugsortes. Beides trägt zu einer Entwicklung bei, die als Entstehung post-peripherer Orte beschrieben werden kann.

Förderung

Die Forschung im Teilprojekt A01 „Geographische Imaginationen II: Ontologische (Un-)Sicherheiten in ländlichen Räumen“ des Sonderforschungsbereichs 1265 „Re Figuration von Räumen“ wurde gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) (Projektnummer 290045248 – SFB 1265)., Die Publikation dieses Beitrags wurde durch das Finanzierungsprojekt SocioHub-Zeitschriftenbündel 2026-2028 ermöglicht.