Container des 21. Jahrhunderts (2000)
Abstract
Mit der Wiederveröffentlichung des Textes „Container des 21. Jahrhunderts“ (2000) würdigen wir den Frankfurter Stadtforscher Klaus Ronneberger (1950-2025). In seinem Aufsatz analysiert er zentrale Elemente neoliberaler Stadtentwicklung und zeigt, wie sich Großstädte – einem US-amerikanischen Leitbild folgend – zwischen zwei gegensätzlichen Deutungsmustern bewegen: Einerseits gelten sie als Orte sozialer Desintegration, andererseits erscheinen sie als vermarktete Erlebniswelten. Der Text behandelt Themen wie die „Mallifizierung“ der Innenstädte, die Privatisierung und Kontrolle öffentlicher Räume sowie Sicherheits- und Sauberkeitsdiskurse, die zur Inszenierung der Stadt als Konsumkulisse beitragen. Wie viele seiner Arbeiten, kann der Aufsatz als Zeitdokument dienen, um heutige Debatten historisch einzuordnen. Zugleich soll die Wiederveröffentlichung dazu anregen, die Aktualität von Ronnebergers Thesen neu zu diskutieren. Dafür haben wir Autor*innen aus der kritischen Stadtforschung eingeladen, die den Text aus unterschiedlichen Perspektiven kommentieren und seine Bedeutung für das Verständnis aktueller urbaner Transformationen diskutieren.
Förderung
Die Publikation dieses Beitrags wurde durch das Finanzierungsprojekt SocioHub-Zeitschriftenbündel 2026-2028 ermöglicht.
Copyright
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