https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/issue/feed sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung 2020-05-14T13:18:09+02:00 Redaktion sub\urban info@zeitschrift-suburban.de Open Journal Systems zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/590 Titelbild 2020-05-14T13:18:09+02:00 sub\urban Redaktion info@zeitschrift-suburban.de 2020-04-22T12:27:33+02:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/591 Impressum und Inhaltsverzeichnis 2020-05-14T13:15:51+02:00 sub\urban Redaktion info@zeitschrift-suburban.de 2020-04-22T12:27:25+02:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/588 Editorial 2020-04-30T11:05:29+02:00 sub\urban Redaktion info@zeitschrift-suburban.de 2020-04-24T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/582 Urbane Kleingärten im Fokus von Stadtentwicklung 2020-04-30T11:05:34+02:00 Nicola Thomas nicola.thomas@hcu-hamburg.de <p>Kleingärten in verdichteten europäischen Städten sind zunehmend Druck ausgesetzt, ihre Existenz und ihr Nutzungsrecht gegenüber alternativen Ansprüchen zu legitimieren. Als Problem wird dabei artikuliert, dass sich die Kleingartenareale auf städtischem Boden befinden und damit ein grünes Allgemeingut darstellen, allerdings nur von einer begrenzten Anzahl von Pächter_innen genutzt werden. Damit wird eine private Nutzung auf öffentlichem Land postuliert. Aufbauend auf einer qualitativen Untersuchung zu Kleingartenumnutzungen in Hamburg und Basel und dem Wertordnungskonzept des Soziologen Laurent Thévenot, argumentiert der Aufsatz für die Begrenztheit dieser Sichtweise. Stattdessen werden Kleingärten als spezifischer grüner Stadtraum, der zwischen privaten und öffentlichen Grenzziehungen zu verorten ist und vielfältige Bezüge erlaubt, konzeptualisiert. Der Artikel folgert, dass Planungskonflikte um Kleingärten Ausdruck der Übersetzungen von persönlichen Raumbezügen in ein politisches <em>issue</em> sind und als Verhandlungen eines mehrschichtigen Raumes als <em>commons</em> zu verstehen sind.</p> 2020-04-24T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/542 ‚Wuchernde Stadt‘ und ‚gezähmte Wildnis‘ 2020-04-30T11:06:16+02:00 Katharina Kapitza kapitza@leuphana.de Sabine Hofmeister hofmeister@leuphana.de <p>Aus sozial-ökologischer Perspektive kann ‚neue Wildnis’ als Ausdruck dynamischer gesellschaftlicher Naturverhältnisse auf Basis materialer Hybridität von Natur und Gesellschaft gelesen werden; zugleich wird hiermit das Trennungsverhältnis zwischen diesen beiden Polen über die Gegenwart hinaus in zukünftige, werdende ‚Natur/en‘ diskursiv verlängert. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob und inwiefern ‚neue Wildnisse‘ in der Stadt als sozial-ökologische, offene Räume aufgefasst werden können, in denen Trennungsstrukturen aufgebrochen werden können und ein Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung geleistet werden kann. Wir nähern uns dieser Fragestellung auf Grundlage einer qualitativen Interviewstudie von Naturverständnissen und Naturschutzbegründungen in Bezug auf den Natur-Park Schöneberger Südgelände in Berlin. Die Ergebnisse zeigen, dass ‚wilde‘ und offene Naturentwicklung im Südgelände zwar auf einem Teil der Flächen stattfinden kann, der Fokus des Naturschutzes jedoch auf der Konservierung der als hybrid inszenierten ‚Wildnis‘ liegt. Das Gegensatzverhältnis zwischen den Sphären Gesellschaft und ‚Natur‘ wird oft nur scheinbar aufgebrochen, stattdessen wird an vielen Stellen das jeweils ‚Andere‘ inszeniert. Am Beispiel des Südgeländes lässt sich jedoch auch zeigen, dass ‚neue Wildnisse‘ in der Stadt mithin zur (normativen) Verständigung über gesellschaftliche Naturverhältnisse und deren Transformation einladen und somit als Möglichkeitsräume für künftige nachhaltige Entwicklungsprozesse sichtbar und offen bleiben können.</p> 2020-04-24T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/559 Abfall, Stadt, Natur 2020-04-30T11:06:09+02:00 Xenia Kokoula xenia.kokoula@mailbox.tu-berlin.de <p>Der nordwestliche Rand der Metropolregion Athen wird bestimmt durch die Ver- und Entsorgungsinfrastruktur, eine (teils noch informelle) Siedlungsstruktur und soziale Zusammensetzung sowie deren vielfältigen Zusammenhänge und Verknüpfungen mit kulturell geprägten Vorstellungen von Schmutz und (Un-)Ordnung. Räumlich wie sinnlich dominiert die Mülldeponie Fyli, eine der größten Europas. Der Abfall in seinen vielen Facetten (als Stoffstrom, Ressource, Verschmutzung) trägt eine entscheidende soziokulturelle und ökonomische Bedeutung für die in diesem Aufsatz betrachteten Prozessen der Raumproduktion. Ausgehend vom Abfallkreislauf wird der analytische Blick um die Schnittstellen, Verknüpfungen und systemischen Interaktionen mit weiteren Strömen und Prozessen (Energie, Wasser und Verkehrsinfrastruktur) erweitert. Die Verflechtung von urban-natürlichen Systemen, die am Beispiel von Fyli sichtbar wird, stellt das dem planerischen Diskurs zugrunde liegende binäre Denken von Natur und Kultur in Frage. In der urbanen Abseite der Metropolregion Athen scheint eins der zentralen Versprechen der Stadtplanung, nämlich das Zähmen, Verdrängen und schließlich Überholen der Natur, an seine Grenzen zu stoßen.</p> <p>&nbsp;</p> <p>&nbsp;</p> 2020-04-24T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/578 Poor Doors in Erlangen 2020-04-30T11:05:42+02:00 Klaus Geiselhart klaus.geiselhart@fau.de Carolin Eisemann c.eisemann@gmx.de Fabian Feick fabian.feick@fau.de Stefan Kammerbauer stefan.kammerbauer@freenet.de <p>In der sich im Zuge der Reurbanisierung verschärfenden Konkurrenz um städtische Ressourcen gestalten sich Prozesse der Segregation zunehmend kleinräumiger. Eine Fallstudie in Erlangen zeigt, wie bei den Planungen eines Quartiers im Röthelheimpark und der Rathenausiedlung bevorzugte Wohnlagen geschaffen werden, nicht zuletzt durch die Einrichtung benachteiligter Wohnlagen. Es entstehen Phänomene einer Mikrosegregation auf Quartiersebene, die über die gängigen Methoden statistischer Messung kaum noch empirisch zu erfassen sind. Die besondere Brisanz erhält das Thema durch die Tatsache, dass hierbei gesundheitliche Risiken ungleich verteilt werden, denn Umweltbelastungen werden gezielt den ärmeren Bewohner_innengruppen zugemutet, während Umweltressourcen den Wohlhabenden zugutekommen.</p> 2020-04-24T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/497 Urbane Metabolismen 2020-04-30T11:06:21+02:00 Anke Strüver anke.struever@uni-graz.at <p>Essen (als Nahrungsmittel) und essen (als Tätigkeit) sind in urbanen Kontexten des Globalen Nordens im Laufe der letzten Dekade zu gesellschaftspolitisch relevanten sowie wissenschaftlich zunehmend beachteten Themen geworden, die als Bestandteile routinisierter Alltagspraktiken auf gesellschaftliche und biosozial verkörperte Ungerechtigkeiten verweisen. Aufbauend auf Sapana Doshis Vorschlägen für eine „embodied urban political ecology“ stellt dieser Beitrag den menschlichen Körper in den Mittelpunkt, um Gesundheits- und Umweltgerechtigkeit anhand des sozio-ökonomisch und -kulturell beeinflussten Zugangs zu gutem Essen sowie der biosozialen Materialisierungsprozesse von essen zu adressieren.</p> 2020-04-24T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/579 Luft sehen, sprechen, schützen 2020-04-30T11:05:39+02:00 Friederike Landau friederike.landau@metropolitanstudies.de Alexandra Toland alexandra.toland@uni-weimar.de <p>Der Beitrag verbindet die Diskussion um die postpolitische Stadt mit der zunehmenden wissenschaftlichen und aktivistischen Auseinandersetzung mit dem Anthropozän, ein Konzept, das die ökologischen und sozialpolitischen Implikationen menschlichen Handelns auf die Erdoberfläche beschreibt. Anhand von drei ausgewählten Fallstudien erkunden wir, wie die spezifisch anthropogene, also menschengemachte, Krise urbaner Luftverschmutzung in künstlerischen Positionen problematisiert wird. Im Kontext des potenziellen Vormarschs von Postpolitik besprechen wir, wie der ambivalente Diskurs des Anthropozäns einerseits Depolitisierung begünstigt und andererseits neue Möglichkeiten für die Repolitisierung globaler Umweltherausforderungen ermöglicht.</p> <p>Erstens zeigen wir anhand von Amy Balkins Projekt „Public Smog“ (USA), wie künstlerischer Aktivismus nicht nur internationale Luftemissionshandelsregimes subvertieren kann, sondern durch das Aktivieren von Vorstellungskraft für bessere Luft affektive Utopien erschaffen kann. Zweitens beleuchten wir die Performance „Project Dust“ des chinesischen Künstlers Nut Brother, der selbstgesammelte Smogpartikel zu einem Backstein goss und Luftverschmutzung damit gleichzeitig als harte Tatsache und Anlass zur Sorge vermittelt. Drittens diskutieren wir den teils kommerziellen Ansatz des niederländischen Konzeptkünstlers und Designers Daan Roosegaarde, der mit seiner „Smog-Free“-Produktreihe innovative Lösungen für das Problem anthropogener Luftverschmutzung bereitzustellen versucht. Die künstlerischen Projekte umreißen die Streitbarkeit des öffentlichen Gutes Luft und fordern mit affektiven Mitteln zur Politisierung der postpolitischen, luftverschmutzten Stadt auf.</p> 2020-04-24T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/506 Städte des Globalen Südens im Fokus von Klima- und Entwicklungsfinanz 2020-04-30T11:06:18+02:00 Monika Grubbauer Monika.Grubbauer@hcu-hamburg.de Hanna Hilbrandt hanna.hilbrandt@complicity.de <p>Dieser Aufsatz untersucht die Verschiebung von Finanzialisierungsprozessen unter dem Vorzeichen von klima- und entwicklungspolitischen Agenden auf das Terrain der Stadt. Mit der Fokussierung von Finanzmärkten auf ökologisch nachhaltige Projekte sowie deren Involvierung in entwicklungspolitische Handlungsstrategien hat sich das Engagement von Finanzmärkten nicht nur sektoral, sondern auch geographisch verbreitet und vertieft. Die globale Governance von Klima- und Entwicklungspolitik zielt verstärkt auf Städte in sogenannten „emerging markets“. Die damit einhergehenden organisatorischen, diskursiven und regulativen Verschiebungen werden in kritischen Teilen der Wirtschaftsgeographie (Bracking 2015a; Ouma/Johnson/Bigger 2018), der Entwicklungsforschung (Mader 2017; Mawdsley 2018) und der Nachhaltigkeitsforschung (Asiyanbi 2017) randständig auch ihrer städtischen Dimension diskutiert. Die neue Bedeutung der Stadt als Akteur, Objekt und Ort von klima- und entwicklungspolitischen Interventionen, die auf Vertiefung und Ausweitung von Kapitalflüssen aufbauen, ist jedoch in gegenwärtigen stadtpolitischen und Stadtforschungsdebatten noch nicht ausreichend erfasst.</p> <p>Ziel unseres Beitrags ist es, die beschriebenen Entwicklungen nachzuzeichnen und ihre Wirkung im Kontext finanzialisierter Stadtentwicklungsdynamiken herauszuarbeiten. Theoretisch nehmen wir Bezug auf Ansätze der politischen Ökonomie und politischen Ökologie, um zu beleuchten, inwiefern die Verknüpfung von klima- und entwicklungspolitischen Agenden auf dem Terrain der Stadt Prozesse der Reregulierung, Disziplinierung und Entpolitisierung befördert. Abschließend leiten wir daraus eine Agenda für zukünftige Forschung ab.</p> 2020-04-24T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/552 Wohnen in der Klimakrise 2020-04-30T11:05:26+02:00 Lisa Vollmer lisa.vollmer@uni-weimar.de Boris Michel boris.michel@fau.de <p>Die Verbindung der sozialen und der ökologischen Frage ist eine der zentralen Herausforderungen linker Politik und kritisch-engagierter Wissenschaft heute. Dafür, wie wenig das bisher gelingt, sind die öffentlichen und wissenschaftlichen Diskussionen um die Wohnungsfrage gute Beispiele. Dieser Aufruf ist eine Einladung an den kollektiven Wissensschatz aus Wissenschaft und Aktivismus, die unterschiedlichen Aspekte der ökologischen Wohnungsfrage, die bisher stark fragmentiert behandelt werden, in einzelnen Beiträgen weiter auszuführen und auf ihren strukturellen Zusammenhang mit der sozialen Wohnungsfrage hin zu beleuchten.</p> 2020-11-27T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/564 Stadtökologie statt Ökologie 2020-04-30T11:06:03+02:00 Andreas Koch andreas.koch@sbg.ac.at <p>Die Rede von der Wiederkehr der städtischen Wohnungsfrage offenbart, dass dem Wohnen eine strukturelle Fundierung zugrunde liegt. Als Komponenten dieses Fundaments lassen sich die kapitalistische Kommodifizierung der Wohnung, das Festhalten am bürgerlichen Familienparadigma in der Wohnform und die Inszenierung individualistischer Lebensweise über das Wohnen ausmachen. Eine Auseinandersetzung mit Fragen ökologischer Nachhaltigkeit urbaner Räume im Zeichen der Klimakrise, sollte daher Gesellschaftsanalyse und Gesellschaftskritik in den Mittelpunkt der Debatte rücken. Stadtökologie sollte primär eine Frage der politischen Ökologie sein. Demzufolge müsste dem Wohnen als Teil der sozialen Infrastruktur schichtübergreifend Vorrang eingeräumt, kollektiven Wohnformen größere Spielräume der Umsetzung zugebilligt und Wohnbau regionalplanerisch organisiert werden.</p> 2020-04-24T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/565 Common Ground 2020-04-30T11:06:00+02:00 Lukas Häfner lukas.haefner@uni-weimar.de <p>Die im Jahr 2020 in Deutschland praktizierte Siedlungs- und Wohnungspolitik erhält in Anbetracht ihrer Auswirkungen auf die soziale und ökologische Lage einen bitteren Beigeschmack. Arm und Reich driften weiter auseinander und einer zielgerichteten ökologischen Transformation der Art und Weise, wie Stadtentwicklung und Wohnungspolitik gestaltet werden, stehen noch immer historisch und systemisch bedingte Pfadabhängigkeiten im Weg. Diese werden nur durch eine integrierte Betrachtung sozialer und ökonomischer Aspekte sichtbar und deuten auf eine der ursprünglichen Fragen linker Gesellschaftsforschung hin: Die Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Eigentum und Gerechtigkeit.</p> <p>Im Ergebnis stehen drei wesentliche Befunde: Der Diskurs zum Schutz des Klimas und der Biodiversität berührt direkt die Parameter Dichte, Nutzungsmischung und Flächeninanspruchnahme; zweitens steigt letztere relativ zu erhöhtem, individuell verfügbarem Kapital und insbesondere im selbstgenutzten Eigentum gegenüber Mietwohnungen; und drittens wächst der Eigentumsanteil mit fortschreitender Finanzialisierung des Wohnungsmarktes, sodass das Risiko sozialer und ökologischer Krisen sich verschärft.</p> 2020-04-24T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/572 Eine Frage der Flächengerechtigkeit! 2020-05-13T16:32:17+02:00 Miriam Neßler miriam.nessler@uni-weimar.de Anton Brokow-Loga anton.brokow-loga@uni-weimar.de <p>Die derzeitige Wohnungskrise hat eine sozial-ökologische Kernproblematik. Dabei ist die sozial ungerechte und ökologisch problematische <em>Verteilung</em> von Wohnfläche meist unsichtbar und wird weder in wissenschaftlichen noch in aktivistischen Kontexten ausreichend als Frage der <em>Flächengerechtigkeit</em> problematisiert. Denn Wohnraum und Fläche in einer Stadt sind keine endlos verfügbaren Güter: Wenn einige Menschen auf viel Raum leben, bleibt für andere Menschen weniger Fläche übrig. Und die Menschen, die am wenigstens für eine Verknappung von Wohnraum verantwortlich sind, leiden am meisten darunter. Dieser Artikel arbeitet zunächst den Begriff der Wohnflächengerechtigkeit heraus, wobei auf die Ungleichverteilung von Wohnfläche und deren gesellschaftliche Implikationen unter derzeitigen Wohnungsverteilungsmechanismen Bezug genommen wird. Anschließend wird der Verbrauch von (Wohn-)Fläche aus ökologischer Perspektive problematisiert. Der Artikel diskutiert scheinbare und transformationsorientierte Lösungs- und Handlungsansätze. Abschließend fordert er in der kritischen Stadtforschung und in aktivistischen Kontexten eine stärkere Debatte um eine Wohnflächengerechtigkeit, deren Verwirklichung gleichermaßen eine soziale wie ökologische Dimension hat.</p> 2020-04-24T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/580 Nachhaltiges Wohnen auf dem Dorf? 2020-04-30T11:05:37+02:00 Matthias Naumann matthias.naumann@tu-dresden.de Michael Mießner michael.miessner@tu-dresden.de <p>Dörfer, Kleinstädte und ländliche Regionen spielen in den kritischen Sozialwissenschaften bislang nur eine untergeordnete Rolle. Noch weniger Beachtung findet die Verknüpfung von ökologischer und Wohnungsfrage in ländlichen Kontexten. Die angloamerikanische kritische Humangeographie bietet für die Untersuchung ländlicher Umbrüche zahlreiche konzeptionelle und empirische Anregungen, die in der deutschsprachigen Forschung bisher jedoch kaum rezipiert wurden. Der Beitrag schließt an die kritische <em>rural geography</em> an und plädiert für ein 'Recht auf das Dorf', das die ökologische und die Wohnungsfrage miteinander verbindet. Jenseits von romantisierender 'Landlust' und dystopischen Schrumpfungsszenarien kann das 'Recht auf das Dorf' eine Orientierung für eine sozial-ökologische Transformation ländlicher Räume darstellen.</p> 2020-04-24T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/570 Gebäude-Energieeffizienz als Katalysator residentieller Segregation 2020-04-30T11:05:51+02:00 Katrin Großmann katrin.grossmann@fh-erfurt.de <p>Die Energieeffizienz von Wohngebäuden gilt als Win-win-Strategie für Klimaschutz und den Kampf gegen Energiearmut. Doch ist dieser Optimismus wirklich gerechtfertigt? Der Beitrag stellt infrage, dass einkommensarme Haushalte kurz- oder langfristig tatsächlich von energetischer Sanierung profitieren. Dazu werden die Effekte von energetischer Sanierung auf die bekannten Treiber von residentieller Segregation geprüft und vorhandene, auch internationale, Studien zu Wohnungsmarkteffekten energetischer Sanierung zurate gezogen. Im Ergebnis wird gezeigt, dass energetische Sanierung, solange sie in marktförmige Strukturen eingebettet wird, denselben Effekt auf Segregation hat wie andere Aufwertungsmaßnahmen. Statt der erhofften Entlastung der Haushalte von Energiekosten steigen die Wohnkosten, es ist mit einer Verknappung preiswerten Wohnraums zu rechnen, mit der Verdrängung einkommensarmer Haushalte aus attraktiven Lagen und einer Verstärkung von sozial-räumlicher Ungleichheit. Eher finden sich (energie-)arme Haushalte nach energetischer Sanierung in preiswerteren, eventuell wiederum unsanierten Beständen in den Randlagen der Städte wieder.</p> 2020-04-24T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/567 Klimagerechtes Wohnen? Energetische Gebäudesanierung in einkommensschwachen Quartieren 2020-04-30T11:05:55+02:00 Sören Weißermel weissermel@geographie.uni-kiel.de Rainer Wehrhahn wehrhahn@geographie.uni-kiel.de <p>Sowohl aktuelle städtische Klimapolitik, als auch klimaaktivistische Bewegungen weisen energetischer Gebäudesanierung einen hohen Stellenwert zu. Hinweise auf die sozialräumlichen Implikationen verstärkter energetischer Sanierung finden sich jedoch zumeist weder auf städtischer, noch auf klimaaktivistischer Seite. Sowohl aktuelle städtische Klimapolitik, als auch klimaaktivistische Bewegungen weisen energetischer Gebäudesanierung einen hohen Stellenwert zu. Hinweise auf die sozialräumlichen Implikationen verstärkter energetischer Sanierung finden sich jedoch zumeist weder auf städtischer, noch auf klimaaktivistischer Seite. Gleichzeitig wächst in vielen Mieter_inneninitiativen die Skepsis gegenüber energetischer Sanierung und damit einhergehenden Belastungs- und Verdrängungseffekten. Am Beispiel der Stadt Kiel und dem einkommensschwachen Stadtteil Gaarden diskutiert dieser Beitrag die Konfliktfelder, die durch eine stadtpolitisch motivierte, aber privatwirtschaftlich umzusetzende energetische Sanierung entstehen. Diesen Konfliktfeldern liegen strukturelle Probleme zugrunde, die im Rahmen aktueller und zukünftiger energetischer Sanierungsbemühungen existierende Verarmungs- und Verdrängungsdynamiken auf Quartiersebene verstärken. Dieser Beitrag plädiert daher für die konzeptionelle Verknüpfung sozialer und ökologischer Bedürfnisse im Sinne klimagerechten Wohnens sowohl auf akademischer als auch auf aktivistischer Seite.</p> 2020-04-24T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/566 Münchens sozial-ökologische Stadtentwicklung zwischen Anspruch und Wirklichkeit 2020-04-30T11:05:58+02:00 Klaus Geiselhart klaus.geiselhart@fau.de <p>In zwei städtebaulichen Entwicklungsprojekten der Stadt München wird eine Verbindung von ökologischem und sozialem Bauen umgesetzt. Dieser Beitrag stellt diese Projekte kritisch vor und fragt nach deren Bedeutung für die Münchner Stadtentwicklung sowie nach möglichen Implikationen für die kritische Stadtforschung.</p> <p class="TextA"><span class="Ohne">&nbsp;</span></p> 2020-04-24T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/569 Dachgärten im Geschosswohnbau 2020-04-30T11:05:53+02:00 Bernhard Hohmann bernhard.hohmann@uni-graz.at Thomas Höflehner thomas.hoeflehner@uni-graz.at Andrea Jany andrea.jany@uni-graz.at <p>Der Trend zur Urbanisierung und Verdichtung von Wohnraum in Kombination mit der globalen Erwärmung zeigt immer deutlichere Auswirkungen auf das Stadtklima. Zur Reduktion der Belastungen für die Stadtbevölkerung sind gebäudegebundene Begrünungsformen eine wirksame Strategie. Vor allem die Verlagerung der Vegetation auf die bisher kaum genutzte Dachebene hat das Potenzial, negative Auswirkungen der Flächenversieglung und Flächenkonkurrenz auszugleichen, da intensive Dachbegrünungen vielfältige soziale, ökologische und ökonomische Vorteile haben. Da diese in der täglichen Planungs- und Wohnbaupraxis noch unzureichend genutzt werden, wurde in der Stadt Graz ein transformativer Kommunikations- und Lernprozess initiiert, der unter den beteiligten Akteuren nachhaltige Handlungsänderungen anregen soll. Dazu wurde auf Basis einer qualitativen Potenzialanalyse eine Dialogplattform ins Leben gerufen, die im Rahmen von interaktiven Workshop-Formaten relevante Stakeholder vernetzt hat. Dabei konnten Vorbehalte ausgeräumt, Erfahrungen ausgetauscht und Synergieeffekte ausgelotet werden. Durch die gemeinsame Konzeption von Demonstrationsprojekten soll das Erfahren, Experimentieren und Reflektieren mit innovativen Dachbegrünungen weiter angeregt werden. Dieser kontinuierliche Aushandlungs- und Lernprozess soll dazu beitragen, dass sich Dachgärten als wirksamer Lösungsansatz für die sozial-ökologischen Herausforderungen des modernen Wohn- und Städtebaus etablieren und weitere Nachhaltigkeitstransformationen gefördert werden.</p> 2020-04-24T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/571 Mehr als Baugruppe und alternatives Wohnprojekt 2020-04-30T11:05:49+02:00 Marc Amann go.stop.act@mtmedia.org <p>In Tübingen gibt es jahrzehntelange Erfahrungen mit alternativen Wohnformen und progressiver Wohnraumpolitik. Die Initiative „Neustart Tübingen“ unternimmt aktuell den Versuch, bestehende Leerstellen in der existierenden Breite an Projekten zu schließen. Angelehnt an in der Schweiz entwickelten und bereits umgesetzten Ideen soll eine Nachbarschaft entstehen, die einer breiten Gesellschaft sozial und ökologisch nachhaltiges Wohnen und Leben ermöglicht.</p> 2020-04-24T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/558 Urbane Landwirtschaft im Ruhrgebiet 2020-04-30T11:06:11+02:00 Ulrich Häpke u.haepke@web.de <p>Einem Verweis auf Max Weber, für den die Landwirtschaft in der Stadt noch selbstverständlich war, werden einige Positionen gegenübergestellt, die die Landwirtschaft praktisch und/oder theoretisch aus der Stadt ausgrenzen. Statistisch kann allerdings gezeigt werden, wie bedeutend die urbane Landwirtschaft in Städten und Ballungsräumen in der BRD ist. Dabei ist die urbane Landwirtschaft – bezogen auf die BRD – ein professionelles Arbeitsfeld, das mit besonderen städtischen Bedingungen umgehen muss: der Verbrauchernähe stehen ständige Flächenverluste als Problem gegenüber. Am Beispiel des Ruhrgebietes, das zu den größten europäischen Ballungsräumen gehört und zugleich einen hohen landwirtschaftlichen Flächenanteil aufweist, wird einerseits die Problematik der Flächenverluste und der hohen Pachtflächenanteile skizziert. Andererseits wird gezeigt, wie sich über eine bedarfsorientierte Agrarproduktion, Direktvermarktung, die Unterstützung von Selbstversorgungsansätzen sowie die Umweltbildung vielfältige im- und explizite Kooperationen zwischen urbanen Landwirt*innen und Stadtbewohner*innen entwickelt haben.</p> 2020-04-24T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/557 Wilde Urbaniten 2020-04-30T11:06:14+02:00 Annette Voigt voigt@asl.uni-kassel.de Thomas E. Hauck thomas.hauck@asl.uni-kassel.de Stefanie Hennecke hennecke@uni-kassel.de Wiebke Reinert wiebke.reinert@uni-kassel.de <p>Die rechtlich-administrative und räumlich-planende Regulation des Vorkommens wildlebender Tiere im urbanen Raum lässt sich drei historisch gewachsenen Regimen zuordnen: Das Regime der Hygiene konstituiert die wilden Tiere der Stadt als Schädlinge, Lästlinge oder Nützlinge, das der Jagd als Nutzwild, Raubwild oder Raubzeug und das des Naturschutzes als Schutzobjekte, als heimisch oder fremd und als Leistungsträger oder Schädlinge. Dieses Regimedenken wandelt sich derzeit in der räumlichen Planungspraxis. Es wird mit Ansätzen eines integrierenden, die Wirkmächtigkeit von Tieren anerkennenden und nutzenden sowie offensiv-gestaltenden Umgangs mit Tieren experimentiert. Die interdisziplinäre Planungsmethode <em>Animal-Aided Design</em> berücksichtigt Tiere im Planungsprozess als Akteure, die urbane Räume aktiv mitgestalten und die Lebensqualität in der Stadt aufwerten.</p> 2020-04-24T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/556 Kein Einzelfall 2020-04-30T11:06:28+02:00 Moritz Rinn moritz.rinn@uni-due.de Jan Wehrheim jan.wehrheim@uni-due.de Lena Wiese lena.wiese@uni-due.de <p>Im Sommer 2019 wird Adel B. im Essener Stadtteil Altendorf bei einem Polizeieinsatz erschossen. Zuvor hatte er angekündigt, sich selbst töten zu wollen. In der Presse wird er als „Deutscher mit algerischen Wurzeln“ beschrieben. Sein Wohnort Altendorf gilt als problematisches und gefährliches Viertel und wird entsprechend polizeilich bearbeitet. Polizei und Stadtpolitik in Essen bagatellisieren die Erschießung als Einzelfall, polizeiinterne Ermittlungen gegen einen Polizisten erkennen Nothilfe. Angehörige, Nachbar*innen und Aktivist*innen dagegen organisieren Proteste und fordern „Gerechtigkeit für Adel“. Wir argumentieren, dass sich in der Erschießung des Bewohners eines ‚Problemquartiers‘, eines Mannes mit zugeschriebenem Migrationshintergrund, der sich in einer psychischen Notsituation befand, verschiedene polizeiliche Selektivitäten auf fatale Weise verbinden. Basierend auf eigenen qualitativen Forschungen in Altendorf rekonstruieren wir, wie sich hier alltägliche und institutionalisierte Rassismen zu einem spezifischen sozialen Klima verdichten. Wir beleuchten, wie in dieser lokalen Konstellation rassistische Polizeipraktiken verleugnet werden. Gleichzeitig plädieren wir dafür, dass kritische Stadtforschung an der Dokumentation, Sichtbarmachung und Kritik rassistischer Polizeigewalt aktiv mitarbeiten sollte, um die öffentliche Anerkennung der Existenz institutionalisierter polizeilicher Rassismen zu stärken und dadurch daran mitzuwirken, die Artikulationsräume für Betroffene zu verbreitern.&nbsp;</p> 2020-02-14T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/577 „mind grabbing und ästhetische Gentrifizierung“ 2020-04-30T11:05:44+02:00 Stefan Staehle stefan.staehle@hs-kl.de <p><em>Umkämpftes Grün. Zwischen neoliberaler Stadtentwicklung und Stadtgestaltung von unten</em> von Sarah Kumnig, Marit Rosol und Andrea*s Exner eröffnet einen alternativen Blickwinkel auf die kritische Praxis des städtischen Gärtnerns. Die Gegenüberstellung verschiedener Maßstabsebenen, Fallbeispielen und Betrachtungsweisen, die von historischer Analyse bis zu Aktivismus vor Ort reichen, verdeutlichen die Ambivalenz des Phänomens ‚Urban Gardening‘ und legt Mechanismen und Effekte offen, die diese kritische Praxis der Raumaneignung in ihr Gegenteil verkehren können. Vor allem die Entkoppelung von Sozial- und Künstlerkritik führt zu einer programmatischen Schwächung der Initiativen und zu deren Vereinnahmung durch neoliberale Stadtpolitiken.</p> 2020-04-24T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/586 Können Kommunen das Klima retten? 2020-04-30T11:05:31+02:00 Manfred Miosga manfred.miosga@uni-bayreuth.de <p>Klimaschutz ist in den wenigen letzten Jahren zu einem dominanten politischen Topos geworden. Insbesondere die Schulstreik-Bewegung der Fridays for Future (FFF) hat die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Erkenntnisse der internationalen Klimaforschung gelenkt. Diese hat im Vorfeld der internationalen Klimakonferenzen eingefordert, dass endlich „nie dagewesene Maßnahmen“ ergriffen werden müssen, um die für den Fortbestand der menschlichen Zivilisation – so wie wir sie bisher kennen – bedrohlichen Auswirkungen der Erhitzung der Erdatmosphäre auf ein kontrollierbares Maß zu begrenzen. Die international bestens vernetzten jungen sozialen Bewegungen wie FFF oder Extinction Rebellion haben dabei in letzter Zeit auch die kommunale Ebene als Adressatin für ihre Aktionen entdeckt: Sie fordern von den Kommunen, den Klimanotstand auszurufen, und nutzen Partizipationsmöglichkeiten wie Bürger*innenversammlungen, um dieser Forderung auch durch Beschlüsse Nachdruck zu verleihen. Immerhin haben sich laut Umweltbundesamt mittlerweile mehr als 40 Kommunen per Beschluss selbst verpflichtet, dem Klimaschutz eine höhere Priorität einzuräumen als bisher (Stand 6.2.2020, vgl. Umweltbundesamt 2020). Dabei hat die Ausrufung des ‚Klimanotstands‘ allenfalls eine symbolische Bedeutung und entfaltet keine rechtlich bindende Wirkung. Vielmehr wird über diese Aktivitäten ein Beitrag zur diskursiven (Re-)Konstruktion eines Politikfeldes auf kommunaler Ebene geleistet und eine Steigerung der Bedeutung des Klimaschutzes auch auf kommunaler Ebene erzeugt.</p> 2020-04-24T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/560 Für eine Geographie des (Post-)Politischen 2020-04-30T11:06:07+02:00 Lucas Pohl lucas.pohl@geo.hu-berlin.de <p>In seiner jüngsten Monographie <em>Promises of the Political: Insurgent Cities in a Post-Political Environment</em> (2018) widmet sich Erik Swyngedouw der Theorie, der Praxis und den Grenzen des Post-Politischen. Die Debatten rund um die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten politischer Emanzipation, die der Autor in Bezug auf die Geographie und Stadtforschung maßgeblich mitgeprägt hat, finden mit diesem Werk eine herausragende Zusammenführung. Über eine Auseinandersetzung mit den Transformationen des Staates, dem politischen Umgang mit dem Klimawandel und den urbanen Protesten der jüngeren Vergangenheit forciert Swyngedouw eine Geographie, welche die Fantasien des Status quo durchquert und für eine radikale Umstrukturierung gesellschaftlicher Kräfteverhältnisse eintritt. &nbsp;</p> 2020-04-24T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/562 Rückkehr nach Rostock 2020-04-30T11:06:05+02:00 Nina Schuster nina.schuster@tu-dortmund.de <p>Steffen Mau gelingt es, eigene Erinnerungen und Erfahrungen in der DDR und zu Zeiten der Wende bis zur Aktualität so mit theoretischen und empirischen Erkenntnissen zu verflechten, dass vor dem inneren Auge der Leser*in konturierte Bilder entstehen: vom Alltag in der DDR-Großwohnsiedlung der 1970er und 80er Jahre, von den Umbrüchen in Ostdeutschland ab 1989 und den zahlreichen Problemen, mit denen sich die Menschen in Ostdeutschland durch die politische Transformation und den Anschluss der DDR an die BRD auseinandersetzen mussten und die bis heute Spuren in den individuellen wie sozialen Bezügen hinterlassen haben.</p> 2020-04-24T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung