https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/issue/feed sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung 2020-12-15T20:12:34+01:00 Redaktion sub\urban info@zeitschrift-suburban.de Open Journal Systems sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/662 Titelbild 2020-12-14T18:42:18+01:00 sub\urban Redaktion info@zeitschrift-suburban.de 2020-12-15T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/663 Impressum und Inhaltsverzeichnis 2020-12-14T18:44:11+01:00 sub\urban Redaktion info@zeitschrift-suburban.de 2020-12-15T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/659 Editorial 2020-12-04T18:03:15+01:00 sub\urban Redaktion info@zeitschrift-suburban.de 2020-12-15T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/592 Ganz gewöhnliche Viertel 2020-07-01T18:01:41+02:00 Raffael Beier raffael.beier@rub.de <p>Slums gelten als <em>das</em> Symbol der vermeintlich unterentwickelten und unkontrolliert wachsenden Megastädte des Globalen Südens. Die damit einhergehende Stigmatisierung von Slums hat nicht nur alltägliche Folgen für die Bewohner*innen, sondern hat spätestens im Zuge der Millennium-Entwicklungsziele auch zu einer Renaissance von Massenwohnungsbauprojekten, Verdrängungen und Umsiedlungen an den Stadtrand geführt. In Bezug auf Marokko zeigt der Artikel, inwieweit ein global verbreitetes, negatives Bild von Slums zu repressiven Wohnungspolitiken geführt hat. Aufbauend auf einer Haushaltsbefragung und qualitativen Interviews in einem sogenannten Slum in Casablanca dekonstruiert der Artikel bestehende Slum-Stigmata und zeigt, dass sich Slums nicht zwingend strukturell von anderen, gewöhnlichen Vierteln unterscheiden und maßgeblich durch Heterogenität gekennzeichnet sind. Als Konsequenz plädiert der Artikel dafür, Slums – analog zu Jennifer Robinsons Konzept der <em>ordinary cities</em> – als gewöhnliche Viertel zu bezeichnen und somit eine postkoloniale, empirisch-fundierte und vergleichend-analytische Sichtweise einzunehmen.</p> 2020-12-15T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/535 Stadt ethnographisch erforschen 2020-07-13T10:42:12+02:00 Carolin Genz carolin.genz@geo.hu-berlin.de <p>Die ethnografische Erforschung von Stadt lässt sich nicht auf einzelne Werkzeuge reduzieren. Vielmehr handelt es sich um einen multimodalen Methodenzugang, der eine holistische Perspektive auf Bedeutungsstrukturen städtischer Akteur_innen und deren sozial-räumliche Praktiken eröffnet und darüber Machtverhältnisse und politische Logiken stadtgesellschaftlichen Miteinanders sichtbar werden lässt. Im Hinblick auf ein stetig wachsendes interdisziplinäres Interesse an der Ethnografie zur Erforschung von Stadt ist es wichtig, dass ethnografisch Forschende dieses methodologische Grundverständnis in Bezug auf ihre politische Verantwortung und den Politiken ethnografischer Repräsentation reflektie­ren. Der vorliegende Beitrag skizziert daher die Modalitäten der ethnografischen Stadtforschung und thematisiert die Reflexion der eigenen Positionalität und deren interventionistisches Potenzial. Denn die Debatte um eine politische wie auch reflexive Haltung ethnografischer Wissensproduktion ist zentral für die Anschlussfähigkeit der Ethnografie in einer interdisziplinär ausgerichteten, kritischen Stadtforschung.</p> 2020-12-15T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/541 Wissen Macht Stadt 2020-07-14T17:05:56+02:00 Charlotte Räuchle charlotte.raeuchle@fu-berlin.de Antonie Schmiz antonie.schmiz@fu-berlin.de <p>Reallabore gewinnen in der Forschung stetig an Aufmerksamkeit und werden als ein vielversprechendes Instrumentarium betrachtet, das im Sinne eines transdisziplinären Ansatzes gemeinsam mit Akteur_innen aus Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft ‚realweltliche‘ Herausforderungen in Städten verstehen und lösen will. Allerdings stellt die Erforschung von sozialen Prozessen in Reallaboren noch Neuland dar, auf dem noch viele offene Fragen besonders hinsichtlich der gemeinsamen Wissensproduktion auszuhandeln sind. Am Beispiel eines konkreten Forschungsprojektes zur kooperativen Freiraumentwicklung in Ankunftsquartieren fragen wir für die kritische Stadtforschung, mit welchen theoretischen Vorannahmen, in welchen Machtkonstellationen und mit welchen Zielsetzungen Wissen in Reallaboren produziert wird. Diese Fragen diskutieren wir anhand der Debatten um eine kritische Wissensproduktion und die Gerechte Stadt. Der Artikel zeigt auf, dass Reallabore zwar stark in bestimmten förderpolitischen Strukturen verhaftet sind und damit die Gefahr der politischen Vereinnahmung besteht, sich aber dennoch Chancen eröffnen, mit ihnen zu einer kritischen Wissensproduktion und einer gerechten Stadtentwicklung beizutragen.</p> 2020-12-15T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/536 Konjunktur(en) und Grenzen der Stadt 2020-10-04T18:19:41+02:00 Daniele Karasz daniele.karasz@univie.ac.at <p>Der Aufsatz schlägt die Wiederholung narrativer Interviews als Methode vor, um zu erfassen, wie sich die Grenzen des Stadtraums im Alltag der Bewohner_innen kontinuierlich verschieben. Theoretischer Ausgangspunkt ist ein konjunkturelles Verständnis von Stadt und Wohnen. Diesem Verständnis nach drücken sich stets variierende Machtverhältnisse in transnationalen und globalen Kontexten im lokalen Handeln aus: an konkreten Orten und zu bestimmten historischen Momenten. Der Aufsatz diskutiert exemplarisch das Wiener Neubaugebiet Monte Laa. In diesem wurden 2011 und 2018 narrative, wohnbiographische Interviews mit denselben Bewohner_innen durchgeführt. Anhand des Vergleichs der beiden Interviewserien wird diskutiert, wie sich konjunkturelle Veränderungen im Wohnalltag ausdrücken. Die Wiederholung der Interviews veranschaulicht, wie sich im über die Zeit veränderten Wohnalltag in Monte Laa zunehmend rassistische Diskurse in Österreich und in anderen Ländern Zentral- und Osteuropas belegen lassen. Wohnen wird hierbei als potenziell multiskalare Praxis verstanden. Anhand der Interviews wird aufgezeigt, wie sich die Stadt und ihre Grenzen in der Wohnpraxis der Bewohner_innen immer wieder neu definieren.</p> 2020-12-15T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/633 Dialektische Methodologie vor dem Hintergrund planetarischer Urbanisierung 2020-09-16T14:48:05+02:00 Rabea Berfelde rberf001@gold.ac.uk <p><em>New Urban Spaces</em>, die jüngste Monografie von Neil Brenner, ist eine anspruchsvolle Lektüre, die, so schlägt die Rezension vor, auf zweierlei Weise gelesen werden kann. Zum einen kann man durch Brenners Ausführungen die sich seit der Weltwirtschaftskrise der 1970er Jahre und dem Ende des fordistisch-keynesianischen Akkumulationsregimes kontinuierlich verändernde kapitalistische Raumproduktion nachvollziehen. Sein Buch fasst dabei sowohl die wichtigsten Mainstream-Theoretisierungen als auch die kritischen Debatten zusammen, welche diese Veränderung begleiteten. Zum anderen lässt sich <em>New Urban Spaces</em> auch als Exegese der Dialektik als Methodologie der kritischen Stadtforschung lesen und verstehen.</p> <p> </p> 2020-12-15T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/630 Der Jungle als Stadt 2020-09-07T15:12:11+02:00 Christian Sowa christian_sowa@soas.ac.uk <p>Die Rezension befasst sich mit dem Werk <em>Der „Dschungel von Calais“. Über das Leben in einem Flüchtlingslager </em>von Agier et al. (2020). Dabei wird ein Fokus auf die Relevanz des Werkes für die kritische Stadtforschung gelegt. Während das Buch einen sehr detaillierten Einblick in die Entwicklung und Dynamik der Migrant*innenlager in Calais gibt, und damit Forschungslücken schließt, hätten zentrale Thesen allerdings weiter entwickelt werden können. Die Rezension setzt sich besonders mit der für die Stadtforschung relevanten Idee einer Urbanisierung der Lager aber auch mit dem methodischen Ansatz des Buches auseinander und ordnet es in aktuelle Debatten und Entwicklungen ein.</p> 2020-12-15T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/640 Regionalentwicklung in Ostdeutschland – die humangeographische Perspektive 2020-10-02T09:40:20+02:00 Annegret Haase annegret.haase@ufz.de <p>Der von Sören Becker und Matthias Naumann herausgegebene Band bietet einen breiten Überblick über die Entwicklung und aktuelle Lage in Ostdeutschland aus einer raumbezogenen und rauminteressierten Perspektive. Im Fokus der 38 Beiträge steht die humangeographische Perspektive. Der Band bietet eine Diagnose zum aktuellen Status Quo sowie zu Entwicklungen in Ostdeutschland in den vergangenen 30 Jahren.</p> 2020-12-15T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/621 Die Disziplinierung alltäglicher Wassernutzung 2020-07-22T16:34:25+02:00 Sören Weißermel weissermel@geographie.uni-kiel.de <p>In <em>Demanding Water. </em><em>A Sociospatial Approach to Domestic Water Use in Mexico City </em>sucht Anke Schwarz nach dem Verhältnis von städtischem Raum und Alltagspraktiken der Wassernutzung in Mexico City. Sie widmet sich dabei der häuslichen Perspektive mit ihren subjektiven Erfahrungen, Wahrnehmungen und den damit verwobenen sozialräumlichen Praktiken der Wassernutzung und bietet somit eine wichtige erweiternde Perspektive zu bestehenden, überwiegend makroperspektivischen Studien zur Gouvernmentalität von Wasser im Globalen Süden. Überzeugend gelingt es Anke Schwarz, die Handlungs- und Wahrnehmungsebenen miteinander zu verknüpfen und die Alltagspraktiken, eingebettet in den Kontext eines hochpolitischen urbanen Raums, zu verorten und zu interpretieren. Am Beispiel des Wassermanagements in Mexico City zeigt dieses Buch, wie auf der Mikroebene des Haushalts und im alltäglichen Kontext individualisierende und disziplinierende Mechanismen neoliberaler Gouvernementalität das politische Mobilisierungspotential von Gesellschaften entscheidend einschränken.</p> 2020-12-15T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/626 Stadt der Entfremdung 2020-08-20T09:03:28+02:00 Adrian Kreutz adrian.kreutz@politics.ox.ac.uk <p>Bei einem Spaziergang durch London, durch die wohlhabendsten als auch die ärmeren Stadtviertel, sieht man die vielen leerstehenden Wohnungen – 125.000, um genau zu sein –, die von Investoren gekauft und zu einem Symbol für die kaputte Wohnungspolitik einer zunehmend ungerechten, fast schon hobbesianischen Gesellschaft geworden sind. Rowland Atkinsons <em>Alpha City</em> (2020) befasst sich eingehend mit der Frage, wie vermögende Privatpersonen als Inkarnationen des Kapitals – zumeist von ‚<em>offshore</em>‘ – das urbane Gefüge Londons veränderten, indem sie andere verdrängten, die Stadt zu ihrer ‚Hauptstadt‘ – ihrer ‚Alpha-Stadt‘<a href="#_ftn1" name="_ftnref1"></a> – machten, und was genau dies für die Verdrängten bedeutet.</p> <p> </p> <p> </p> <p><a href="applewebdata://33FB8D1C-DD48-4953-A340-DD60D9C254B2#_ednref1" name="_edn1"></a></p> 2020-12-15T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/650 Mieter_innenbewegungen der Gegenwart: Postidentitär und postautonom 2020-11-25T13:14:38+01:00 Sebastian Schipper s.schipper@geo.uni-frankfurt.de <p>Die angespannte Lage am Wohnungsmarkt hat in vielen Städten eine neue Welle von Verdrängungsprozessen induziert und insbesondere die Situation einkommensschwacher Haushalte häufig prekär werden lassen. Angesichts dieser Entwicklungen haben sich vielerorts mietenpolitische Bewegungen konstituiert, die sich für eine Abkehr von einer neoliberalisierten und zunehmend finanzialisierten Wohnungsversorgung einsetzen. Lisa Vollmer nimmt in ihrer Forschungsarbeit zwei solcher Bewegungen in den Blick und fragt danach, wie sich politische Kollektivität in den alltäglichen Praktiken von Mieter*innen in Berlin bzw. New York formiert.</p> 2020-12-15T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/609 Geographische Überlegungen in Zeiten der Pandemie 2020-06-06T08:27:57+02:00 Rogério Haesbaert riocult@yahoo.com <p>Die planetarische Krise, die die Covid-19-Pandemie ausgelöst hat, ist mit Problemen geographischer Natur verwoben. Es ist notwendig, dass wir unsere Kategorien im Licht der aktuellen Geschehnisse in der Welt bewerten. Territorialität und Prozesse der Deterritorialisierung waren noch nie so relevant wie jetzt, im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus.</p> 2020-12-15T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/615 Die Logik des Ausbruchs 2020-07-10T12:22:57+02:00 Henning Füller henning.fueller@geo.hu-berlin.de Iris Dzudzek iris.dzudzek@uni-muenster.de <p>Die unzähligen und weitreichenden Bezüge der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit der Covid-19-Infektion stehen nun schon einige Zeit im Zentrum sozialwissenschaftlicher Aufmerksamkeit. Ergänzend zu prägnanten unmittelbaren Diagnosen der Effekte und Blindstellen bei der Bewältigung richten wir das Augenmerk auf strukturelle Einstellungen im Vorfeld der Pandemie. Die aktuelle Krise entfaltet sich teils in der Realisierung solcher Voreinstellungen. Mit der kritischen Sozialepidemiologie führen wir eine Perspektive ein, die darauf verweist, dass Gesundheit eine soziale Frage ist. Mit Hilfe der Perspektive des <em>worldings</em> verfolgen wir, wie bestimmte Logiken und Regierungsweisen der Krise sich im Moment der Krise materiell entfalten, dabei an Kontexte angepasst werden, sich verändern und dabei ganz konkrete Welten der Krisenbewältigung erschaffen. Unter der Klammer „Logik des Ausbruchs“ zeigen wir die Verschränkung von zwei Momenten – die Klassifikation als Feind sowie die Zurichtung als Sicherheitsproblem – die richtungsweisend für die gesellschaftliche Interaktion mit dem neuartigen Virus sind. In dem wir die aktuelle Bearbeitungsweise der Krise als eine strukturell voreingestellte, machtgeladene, aber letzten Endes nur eine von vielen anderen möglichen dekonstruieren, öffnen wir den Blick für Bedingungen einer solidarischen Politik des Lebens, die wir abschließend knapp skizzieren. Damit liefert der Artikel einen Beitrag zu einer Geographie der Gesundheit, die im Sinne einer Sozialepidemiologie zweiter Ordnung nicht nach der Verbreitung und Bekämpfung von Viren und Seuchen fragt, sondern nach den Topologien der Macht, die den Ausbruch strukturieren.</p> 2020-12-15T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/617 Wenn dies keine urbane Krise ist, was dann? 2020-07-10T15:42:19+02:00 Sanjana Krishnan sanjkri@gmail.com Rahul Jambhulkar rahuljambhulkar2@gmail.com <p>Die Stadt Mumbai unterliegt gegenwärtig wieder einmal tiefgreifenden Transformationsprozessen: Angesichts der vielen Migrant*innen, die inmitten der Covid-19-Krise aus der Stadt fliehen, stellt sich die Frage, welchen Ort die städtischen Armen in diesem Szenario haben? Während sich Städte weiterentwickeln, verändern sich auch ihre Logiken und passen sich verschiedenen Funktionen an. In solchen Prozessen tragen Städte die Relikte vergangener Jahrzehnte mit sich, als Teil ihrer Last und ihrer Identität, als manchmal überflüssige, aber doch beständige Erinnerung an vorherige Gründe ihrer Existenz. Damit bleibt die immerwährende Frage nach ihrem Zweck verbunden. Eine Stadt zu gründen ist viel leichter, die größere Herausforderung besteht in der Aufgabe, eine Stadt mit inklusiven und demokratischen Räumen für all ihre Bewohner*innen zu erhalten. Dies erfordert Vorstellungskraft und politischen Willen. Die Bestimmung des Wesens und der Zukunft eines sich ständig wandelnden städtischen Phänomens namens Mumbai ist eine Entscheidung – eine Entscheidung, die bei den Bürger*innen liegt.</p> 2020-12-15T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/616 Organisiert gegen einen profitorientierten Wohnungskonzern 2020-07-10T13:44:17+02:00 Hannes Strobel hannesstrobel@gmx.de <p>In Berlin organisieren sich seit fünf Jahren Mieter*innen des profitorientierten Konzerns Deutsche Wohnen in einer Vernetzung. Den Widerstand gegen spezifische Verwertungsstrategien eines renditegetriebenen Vermieters zu organisieren, darin besteht die Stärke der berlinweiten Struktur und ihrer lokaler Initiativen. Überwiegend organisieren sich hier Menschen außerhalb linker Zirkel und Szeneviertel. Ihre mannigfaltigen Aktivitäten haben mit den Weg bereitet für die Popularität der Forderung nach einer Enteignung profitorientierter Wohnungskonzerne. Auf Phasen erfolgreicher Organisierung folgen Phasen der Stagnation, der Wiederbelebung und des erneuten Abschwungs. Der vorliegende Text reflektiert diese fünfjährigen Organisierungserfahrungen und knüpft damit an die Strategiedebatten um Basisorganisierung an, die von Claudia Kratzsch und Robert Maruschke 2016 in s u b / u r b a n angestoßen wurden.</p> 2020-12-15T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/530 „Mein Hamburg“/„Mein Rio de Janeiro“ 2020-06-24T18:00:09+02:00 Katharina Schmidt fgrv007@uni-hamburg.de <p>Fotografien von P.H./S.G./M.S.V./H.H./M.C./S.S./E.P/J.A.&amp; K.S. – erzählt von K.S.</p> <p>Ein kritischer Blick auf Obdach- und Wohnungslosigkeit in der Stadt bleibt zumeist nicht mehr als das: ein Blick auf obdach- und wohnungslose Menschen, dem entweder ein individualisierendes Sprechen über ‚ihre‘ Situation oder eine institutionelle ‚Analyse‘ struktureller Gegebenheiten des Sozialstaats, des Wohnungsmarkts etc. folgt. Beide Blicke bewegen sich in der eigenen <em>comfort zone,</em> ohne dabei die eigene Sichtweise zu hinterfragen. Dies gilt sowohl für Begegnungen der Thematik mit der deutschsprachigen Stadtforschung als auch im Alltag. Der Magazinbeitrag möchte in Form eines Fotoessays Blicke umkehren und erlernte Sichtweisen irritieren. Dazu greift der Beitrag Fotografien auf, die von zwölf Menschen in Situation der Obdach- und Wohnungslosigkeit in Hamburg und Rio de Janeiro gemacht wurden und diskutiert dabei visuelle Zugänge in der Forschungspraxis sowie deren akademische Verwertung.</p> 2020-12-15T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/523 Kritische Stadtexkursionen 2020-06-12T14:25:19+02:00 Nils Grube n.grube@isr.tu-berlin.de Katja Thiele kthiele@uni-bonn.de <p>Exkursionen erheben gern Anspruch auf einen Zugriff auf unverstellte Wirklichkeit. Daher überrascht es kaum, dass es auch in der Stadtforschung in Praxis und Lehre zum guten Ton gehört, ‚ins Feld zu gehen‘. Die ‚Praxis des Exkursierens‘ wird jedoch zu selten kritisch betrachtet und Methodenlehre oftmals milde belächelt. Die Vermittlung von Methoden zur Wissensaneignung ist jedoch außerordentlich wichtig und hilft uns, Positionen in der Welt zu beziehen. Nicht zuletzt, weil das ‚Ins-Feld-Gehen‘ grundlegende Fragen von Positionalität aufwirft, hat die Kritische Geographie Berlin vor einigen Jahren begonnen, sich mit der Entwicklung einer kritisch-reflexiven Perspektive auf Exkursionen und ihre didaktischen Grundlagen zu beschäftigen und zu fragen: Welche Rolle spielt das ‚Draußensein‘ für die Wissensvermittlung und wie können kritische Exkursionsformate aussehen? Der Magazinbeitrag stellt die zentralen Ergebnisse aus mehreren Workshops vor sowie die der internen Reflexionen über die selbst erprobten Methoden und Formate im Rahmen einer Reihe kritischer Stadtspaziergänge, die seit 2013 jährlich durchgeführt wird. Mit Hilfe einer ersten theoretisierenden Modellbildung wird die Bandbreite verschiedener Formate der Felderkundung eruiert und anhand von zwei Formaten (Dérive und performative Intervention) beispielhaft illustriert. Als Ergebnis der übergeordneten Reflektionen zur Exkursionsdidaktik wird zudem ein Leitfaden vorgestellt, der dabei helfen soll, eigene kritische Stadtexkursionen zu entwickeln.</p> 2020-12-15T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/529 Wissen mal ganz konventionell unkonventionell 2020-06-22T17:49:35+02:00 Reto Bürgin reto.buergin@giub.unibe.ch <p>Zu Fuß die Welt zu erforschen, das ist nichts Neues. Und dennoch scheint diese simple Möglichkeit, unsere Umwelt mit einem Spaziergang zu erforschen, bis heute kaum Beachtung zu finden. In der Geschichte gab es zahlreiche bekannte Spazierende, die die Fortbewegung zu Fuß für die Wissensgenerierung nutzten. Der Schweizer Soziologe Lucius Burckhardt machte das Spazieren sogar zur eigenen Wissenschaft. In seinen organisierten Spaziergängen, die nicht zuletzt einen performativen Charakter hatten, versuchte er den Blick seiner Mitspazierenden zu schärfen sowie Konventionen der Wahrnehmung aufzubrechen und kritisch zu hinterfragen. Dieser Magazinbeitrag nimmt eine fast vergessene Methode der Wissensgenerierung auf und erhellt deren Möglichkeiten, um Stadt wissen zu lernen.</p> 2020-12-15T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/611 Urban Citizen Walkers 2020-07-13T20:54:22+02:00 Katharina Rohde me@katharina-rohde.com Kathrin Wildner kwildner@zeromail.org <p>Als kollaboratives Experiment haben wir im Sommer 2019 Menschen unterschiedlicher Herkunft, die seit kurzem oder schon lange in Berlin leben, zu einer Stadterkundung eingeladen. Darin betrachten wir als <em>Urban Citizen Walker</em> die Stadt aus der Perspektive des Ankommens, mit dem Blick des Sich-Zurecht-Findens, in alltäglichen Momenten der Aneignung. Uns interessiert vor allem der postmigrantische Blick, mit dem Menschen sich die Stadt vor dem Hintergrund ihrer subjektiven Erfahrungen erschließen und konkrete Möglichkeiten zu besetzender räumlicher Nischen ausloten. Die Methode des kollaborativen Gehens ermöglicht es, die Blickrichtung zu verändern, sich die unbekannte Stadt zu erschließen, bekannte Orte wieder zu erkunden und diese im Idealfall gemeinsam neu zu besetzen.</p> <p>In unserem Beitrag gehen wir der Frage nach, wie das Gehen als Methode der kritischen Stadtforschung weiterentwickelt werden kann. Dazu werden wir einige theoretische und methodologische Aspekte des Gehens vor allem aber das von uns entwickelte Format der kollaborativen Stadterkundung vorstellen. Wir möchten die Potentiale dieser Methode als eine Teilhabe an der alltäglichen Produktion von und damit eine mögliche Voraussetzung für <em>Urban Citizenship</em> zu diskutieren.</p> 2020-12-15T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/593 Die Ostdeutschlandforschung muss das Wohnen in den Blick nehmen 2020-06-15T09:59:23+02:00 Matthias Bernt matthias.bernt@leibniz-irs.de Andrej Holm a.holm@sowi.hu-berlin.de <p>Ostdeutschland ist in den vergangenen Jahren verstärkt zum Thema öffentlicher und wissenschaftlicher Debatten geworden. Neben Pegida und AfD haben dabei auch neue Zahlen zur Segregation in ostdeutschen Städten das wissenschaftliche Interesse wiederbelebt. Der Beitrag kritisiert vor diesem Hintergrund die weitgehende Ausblendung institutioneller Perspektiven in der Ostdeutschlandforschung sowie die fehlende Berücksichtigung von ostdeutschen Sonderbedingungen in der Stadtforschung. An den Beispielen der Restitutionsregelungen und der ‚Altschuldenhilfe‘ skizziert der Beitrag den harten Bruch der ostdeutschen Wohnerfahrungen. Beide Transformationsentscheidungen stehen exemplarisch für die umfassende Privatisierung der ostdeutschen Wohnungswirtschaft, die Überführung von gesellschaftlich verankerter Wohnsicherheit in Marktbeziehungen und die Neuzusammensetzung der Eigentumsstrukturen. Die wachsende Bedeutung verwertungsorientierter Investitionskalküle und entlokalisierter Eigentumsstrukturen sind dabei keine Übergangsphänomene einer nachholenden Anpassung, sondern langfristig wirksames Ergebnis der Transformation. Daraus abgeleitet wird ein doppeltes Argument: Zum einen kann die Stadtentwicklung in Ostdeutschland nur vor dem Hintergrund der auf die Wiedervereinigung folgenden umfassenden Privatisierungen verstanden werden. Diese verursachten eine Serie von Nebenwirkungen, deren Folgen die Stadtentwicklung in Ostdeutschland bis heute belasten. Zweitens eröffnet die Einbeziehung von Themen der Stadt- und Wohnungsforschung neue Perspektiven für die Ostdeutschlandforschung. Gerade weil sich im Wohnen Alltagserfahrungen und politisch-ökonomische Strukturen kreuzen, muss die Untersuchung von spezifisch ostdeutschen Subjektivitäten durch die Analyse konkreter Machtverhältnisse und institutioneller Rahmenbedingungen fundiert werden.</p> 2020-12-15T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/620 Ererbte Transformation 2020-07-20T17:56:44+02:00 Barbara Schönig barbara.schoenig@uni-weimar.de <p>Matthias Bernt und Andrej Holm weisen zu Recht darauf hin, dass es einer Forschung zu ostdeutschen Städten als konzeptionell eigenständigem Feld bedarf, die die spezifische Verräumlichung des tiefgreifenden gesellschaftlichen Transformationsprozesses nach 1990 ins Zentrum stellt. Dabei betrachten sie insbesondere das Feld des Wohnens als produktiv, um Kenntnis über die Struktur und Wirkung dieses Prozesses zu erlangen. Allerdings bleiben sie vage dabei, wie eine solche spezifisch auf Ostdeutschland gerichtete Wohnungsforschung zu konzipieren wäre und in welcher Weise die Besonderheiten und Parallelitäten ostdeutscher Entwicklungen zu den Transformationen von Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik in Westdeutschland, aber auch international, in Bezug zu setzen wären.</p> 2020-12-15T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/627 Von der ostdeutschen zur marktliberalen Transformation 2020-08-28T16:19:11+02:00 Carsten Keller carsten.keller@uni-kassel.de <p>Forschungen zum Bereich des Wohnens können dazu beitragen, in der Transformationsforschung subjektive Alltagserfahrungen mit politischen, ökonomischen und Macht-Faktoren zu vermitteln. In dem Kommentar wird dieses Plädoyer von Matthias Bernt und Andrej Holm aufgegriffen, das ähnlich auch die Historikerin Kerstin Brückweh formuliert hat. Um das Zusammenspiel subjektiver und objektiver Realitäten in der ostdeutschen Transformation zu verstehen, sollten Forschungen jedoch empirisch und nicht konzeptionell ausgerichtet sein, wie Bernt und Holm fordern. Dieses Argument wird vor dem Hintergrund verschiedener Befunde zu Wohnen und Stadtentwicklung in Ostdeutschland entwickelt, die durchaus Überraschendes zeigen. So legen Umfragen eine eher geringe Verunsicherung bei gleichzeitiger Unzufriedenheit der Ostdeutschen im Wohnbereich zu Zeiten der ‚Wende‘ nahe. Auch die oft relativierte Diagnose einer sozialen Abwärtsdrift randstädtischer Plattenbaugebiete konnte durch empirische Analysen vor kurzem neu profiliert werden. Neben einer empirischen Ausrichtung sollte die Transformationsforschung stärker die Wechselbeziehungen zwischen Ost- und Westdeutschland in den Blick nehmen. Dadurch, so wird argumentiert, gerät die Durchsetzung der marktliberalen Ideologie im Rahmen der „doppelten Transformation" der deutschen Gesellschaft in den Blick. Gleichzeitig kann die vorherrschende Perspektive auf Defizite in den neuen Bundesländern gespiegelt werden.</p> 2020-12-15T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/629 Rückschritte in längst überwunden geglaubte Ausbeutungs- und Unsicherheitsmuster 2020-08-28T17:35:37+02:00 Carmen Leidereiter c.leidereiter@gmail.com <p>Dieser Kommentar nimmt den Aufschlag von Bernt und Holm zum Anlass, die institutionellen Rahmenbedingungen der Landentwicklung Ostdeutschlands zu hinterfragen und damit die konstituierenden Prozesse einer Ungleichartigkeit der Lebensverhältnisse aufzuzeigen. Drei Prozesse finden Erwähnung: (1) Wert- und Preisänderungen von Wohnbestand und Bauland; (2) Akkumulation landwirtschaftlicher Nutzfläche, besonders der ehemaligen Subsistenzwirtschaft; (3) Kapitalbeteiligung nicht landwirtschaftlicher Investoren an landwirtschaftlichen Unternehmen durch <em>renteerism </em>und Spekulation. Im Anschluss wird argumentiert, dass die Analyse der seit der Wiedervereinigung entstandenen Besitz- und Eigentumsverhältnisse durch eine Betrachtung der Akkumulationsprozesse von Grund und Boden im ländlichen Raum ergänzt werden muss, um ein vollständiges Verständnis der Situation und des aus ihr resultierenden Abwertungsgefühls zu ermöglichen.</p> 2020-12-15T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/623 Schrumpfung und Stadtumbau als zentrale Themen der Forschung zu Städten in Ostdeutschland 2020-08-11T16:34:18+02:00 Dieter Rink dieter.rink@ufz.de <p>Ostdeutschland beziehungsweise ostdeutsche Städte sind kein „Nischenthema“ „ohne weitere Relevanz“. Ostdeutsche Städte haben immer wieder die Aufmerksamkeit der Stadtforschung auf sich gezogen - davon zeugen die Diskurse zur postsozialistischen Transformation der 1990er Jahre und die zu Schrumpfung und Stadtumbau seit den 2000er Jahren. Diese fanden nicht nur Beachtung in Westdeutschland, sondern auch in der internationalen wissenschaftlichen Community, was bis heute anhält.</p> 2020-12-15T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/624 Zur Zukunft der Ostdeutschlandforschung 2020-08-13T23:48:40+02:00 Felix Ringel felix.ringel@durham.ac.uk <p>In diesem Kommentar bestärkt Felix Ringel die von Bernt und Holm formulierten Thesen zum Scheitern der deutschen Ostdeutschlandforschung und fragt, erstens, nach den Gründen dieses Scheiterns und, zweitens, ob ein Ausweg aus diesem Scheitern durch eine bewusst ‚ostdeutsche‘ Ostdeutschlandforschung geschafft werden kann. Ein derartiger strategischer Essentialismus könnte helfen, ostdeutsche Themen als solche wahrzunehmen und zu erforschen, und damit der spezifischen Problemlage Ostdeutschlands und deren Lösung wissenschaftlich mehr Raum zu geben. Doch aus theoretischen Gründen muss dieser Essentialismus in Zukunft auch wieder überkommen werden.</p> 2020-12-15T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/643 Den Osten im Blick 2020-11-02T09:24:46+01:00 Matthias Bernt matthias.bernt@leibniz-irs.de Andrej Holm a.holm@sowi.hu-berlin.de <p>Die Kommentare zu unserem „Plädoyer für eine neue politisch-institutionelle Perspektive auf ostdeutsche Städte“ lassen sich grob in zwei Argumentationslinien einteilen: Das ist zum einen eine Perspektive, die Zweifel an unserem politökonomisch-institutionellen Ansatz sowie der Eignung von Ostdeutschland als eigenständigem Forschungsgegenstand anmeldet, sowie zweitens eine Gruppe an Argumenten, die unseren Ansatz unterstützt – aber nach den forschungspolitischen Konsequenzen fragt. Beide Linien lassen sich dabei nicht eindeutig bestimmten Autor_innen zurechnen. In unserer Replik können wir natürlich nicht auf alle Anregungen eingehen. Wir beschränken uns daher auf die Themen, die in mehreren Kommentaren aufgegriffen wurden.</p> 2020-12-15T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung