Abgesicherte Fürsorge und fürsorgliche Absicherung in Gemeinschaft. Mehrgenerationenwohnprojekte als neue Formen der städtischen Reproduktion?

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Susan Schröder
David Scheller

Abstract

Mehrgenerationenwohnen (MGW) gewinnt vor dem Hintergrund des demografischen Wandels bei gleichzeitiger Individualisierung und Transformation von Familien- und Fürsorgestrukturen an gesellschaftlicher Relevanz. Aus einer feministischen Perspektive schaut der Aufsatz entlang dreier MGW-Projekte auf die intersubjektiven Beziehungen und geht den Fragen nach, wie Fürsorge in den Gruppen verhandelt wird und inwiefern sich dort neue Formen kollektiver städtischer Reproduktion ausbilden. Im Ergebnis zeigt sich, dass MGW-Projekte als selbst gewählte fürsorgliche Nachbarschaften fungieren, die in ihrem Verhältnis zwischen Nähe und Distanz, in der alltäglichen Lebensführung ihrer Bewohner_innen und der Organisation ihres Projektalltags sowie in ihren Aushandlungs- und Entscheidungsstrukturen zwischen Fürsorge und Absicherung changieren. Ausgehend vom empirischen Material schlagen wir daher vor, einen weiten Begriff von Fürsorge durch die Kategorie Absicherung zu konkretisieren.

Artikel-Details

Zitationsvorschlag

Schröder, S. und Scheller, D. (2017) „Abgesicherte Fürsorge und fürsorgliche Absicherung in Gemeinschaft. Mehrgenerationenwohnprojekte als neue Formen der städtischen Reproduktion“?, sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung, 5(3), S. 23-42. Verfügbar unter: http://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/313 (Zugegriffen: 19Dezember2018).

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