Nicht förderungswürdig. Weshalb die Evaluation der Exzellenzinitiative gegen deren Fortsetzung spricht

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Tilman Reitz
Angela Graf
Christina Möller

Abstract

Die deutsche Hochschulpolitik hat eine Verstetigung der Exzellenzinitiative auf den Weg gebracht. In Zukunft sollen nach einem Antragswettbewerb ca. fünfzig Exzellenzcluster und acht bis elf Exzellenz-Universitäten für jeweils sieben Jahre vom Bund gefördert werden. Grundlage der politischen Entscheidung ist die Evaluation der Exzellenzinitiative durch eine Expert_innenkommission(Imboden-Bericht). Der Beitrag kommentiert diesen Bericht kritisch und reflektiert problematische Folgen des Wettbewerbs um Fördermittel und ‚Exzellenz‘. Hohe Arbeitslasten, schlechte Betreuungsverhältnisse und die prekäre Lage im wissenschaftlichen Mittelbau an deutschen Hochschulen werden unterstrichen, die angestrebte vertikale Differenzierung des deutschen Hochschulsystems und die Forderung nach starken Hochschulleitungen kritisiert sowie die Verstärkung sozialer Ungleichheiten durch Elitehochschulen angesprochen. Schließlich wird die Grundsatzfrage gestellt, wieso es überhaupt Antrags- und Statuswettbewerbe geben muss.

Artikel-Details

Zitationsvorschlag

Reitz, T., Graf, A. und Möller, C. (1) „Nicht förderungswürdig. Weshalb die Evaluation der Exzellenzinitiative gegen deren Fortsetzung sprich“t, sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung, 4(2/3), S. 221-232. Verfügbar unter: http://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/265 (Zugegriffen: 26Mai2019).

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