sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung

 

Vorabveröffentlichung: Keine Angst vor Alternativen. Ein neuer Munizipalismus. Kongressbericht

 

von Lisa Vollmer

Die Idee eines neuen Munizipalismus wird in den linken sozialen Bewegungen Europas und darüber hinaus breit diskutiert. Munizipalistische Bewegungen streben es an, kommunale Regierungen zu übernehmen oder zu beeinflussen, um lokale Institutionen (wieder) gemeinwohlorientiert auszurichten, ein neues Verhältnis zwischen kommunalen Regierungen und sozialen Bewegungen zu schaffen und so die Art wie Politik gestaltet wird von unten her zu demokratisieren und institutionelle Rahmenbedingungen zu verändern. Sie entstehen in Reaktion auf die aktuelle ökonomische und politische Krise – ebenso wie neue rechte und rechtspopulistische Bewegungen, als deren Gegenpart sie sich verstehen. Mit Mut und konkreten Utopien will man der multiplen städtischen Krise begegnen, statt mit Angst und Angstmacherei wie rechte Bewegungen. Deshalb trafen sich im Juni 2017 über 600 Vertreter_innen dieser munizipalistischen Bewegungen auf Einladung Barcelona en Comús.

 

Der hier vorabveröffentlichte Kongressbericht erscheint auch in der nächsten Ausgabe von sub\urban.

 
Veröffentlicht: 2017-10-18
 

Call for Papers: Stadt von oben

 

Der Themenschwerpunkt „Stadt von oben“ fragt nach den Akteuren und Mechanismen hegemonialer Raumproduktion, nach städtischen Eliten und nach Orten der Macht und Exklusivität in Städten.

Die interdisziplinäre Stadtforschung hat sich seit ihren Anfängen primär jenen sozialen Gruppen gewidmet, die von den materiellen und sozialen Ressourcen der städtischen Ökonomie und den Verheißungen von Stadt und Urbanität ausgeschlossen wurden. Bis heute nimmt sie die Prozesse, Dynamiken und Strukturen dieses Ausschlusses in den Blick und skandalisiert sie oftmals. Ein solcher Fokus auf die Marginalisierten, auf Marginalisierung und auf das Dezentrale hat seine theoretische, politische und empirische Berechtigung und ist wesentliches Moment kritischer Wissenschaft.

Als Orte, an denen sich die gesellschaftlichen Widersprüche materialisieren, sind Städte aber zugleich und notwendigerweise auch Räume der Eliten und der Macht. Hinter den Strukturen und Mechanismen von Unterdrückung, Ausbeutung und Marginalisierung stehen die Interessen und gesellschafspolitische Positionen bestimmter, stabiler oder sich wandelnder Konstellationen mächtiger Akteure, Netzwerke und Gruppen. Besonders die Rolle ökonomisch und politisch mächtiger Akteure in Raumproduktionen wird bisher kaum untersucht.

 
Veröffentlicht: 2017-09-27 Weiter…
 

Veranstaltungsbericht: Wer sollte die Planung planen?

 

Am 22.Juli fand unsere Veranstaltung „Wer sollte die Planung planen?“ in Anschluss an die Debatte im letzten Themenheft in Berlin statt. Wir konnten uns über spannende Vorträge von Iris Dzudzek und Catarina Matos de Gomes und die rege Beteiligung von rund 50 Teilnehmer_innen freuen.

Einen Bericht zur Veranstaltung findet ihr auf der Homepage von Stadt von Unten, mit denen wir gemeinsam den Nachmittag gestaltet haben.

 
Veröffentlicht: 2017-09-08
 

22.7. Veranstaltung: Wer sollte die Planung planen?

 

eine Debatte

organisiert von sub\urban, Stadt von Unten und Kotti & Co

Samstag, 22.7., 16-18 Uhr, Plangarage, Dragonerareal

„Wer plant die Planung?“ haben wir in unserem letzten Heft in Anschluss an den klassischen Text von Lucius Burckhardt (1974) gefragt und viele inzeressante Antworten von Wissenschaftler_innen und Aktivist_innen erhalten. Grund genug, diese Debatte auf einer Veranstaltung weiter zu führen und die Frage anzuknüpfen „Wer sollte die Planung planen?“. Dazu haben wir uns mit der stadtpolitischen Initiative Stadt von Unten zusammen getan, um an einem konkreten Beispiel zu erörtern, inwiefern offizielle Planungsprozesse für stadtpolitische Gruppen ein Problem darstellen und wie Planungsverfahren wirklich demokratisiert werden könnten.

 
Veröffentlicht: 2017-07-08 Weiter…
 

Veröffentlichung: Band 5, Heft 1/2 „Planung als politische Praxis“ online!

 

Die neue Ausgabe von s u b \ u r b a n ist erschienen: Der Themenschwerpunkt „Planung als politische Praxis“ widmet sich den Konflikten, Widersprüchen, Widerständen und (Alltags-)Praktiken der räumlichen Planung. Die Aufsätze, Debatten- und Magazinbeiträge erörtern Planung als konfliktreichen gesellschaftlichen Aushandlungsprozess mit Verlierer_innen und Gewinner_innen aus unterschiedlichen disziplinären und methodischen Blickwinkeln sowie anhand verschiedener empirischer Fallbeispiele.

Der Themenschwerpunkt ist in Zusammenarbeit mit Jan Lange und Jonas Müller entstanden.

Neben den Beiträgen zum Themenschwerpunkt versammelt die Ausgabe wie immer auch einige weitere Beiträge sowie Rezensionen - unter anderem eine Debatte rund um einen Text von Loïc Wacquant, in dem er den Beitrag der frühen Forschung Bourdieus zu einer kritischen soziologischen Stadtforschung beleuchtet.

Wer die Geschichte hinter unserem Coverbild wissen möchte, lese das Editorial.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!


Hier geht es zum Inhaltsverzeichnis, zum Editorial und zum PDF des gesamten Heftes.


Der Themenschwerpunkt dieser Ausgabe wurde durch die Humboldt-Universitäts-Gesellschaft (HUG), Verein der Freunde, der Ehemaligen und Förderer e. V. gefördert. Die Debatte zu Lucius Burckhardts „Wer plant die Planung?“ wurde von der Lucius und Annemarie Burckhardt Stiftung unterstützt.



 
Veröffentlicht: 2017-06-23
 
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