sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung

 

Veröffentlichung: Band 4, Heft 2/3 „Bedingungen kritischer Wissensproduktion“ online!

 

Die 10. Ausgabe von sub\urban ist erschienen: Der Themenschwerpunkt „Bedingungen kritischer Wissensproduktion“ richtet den Blick auf die Universitäten selbst mit Forschung, Verwaltung und Lehre, aber auch auf andere Produktionsstätten kritischen Wissens wie soziale Bewegungen, Planungspraxis und Gewerkschaften.

Aufsätze, Debatten und Magazinbeiträge gehen der Frage nach, unter welchen Bedingungen heute kritische Wissensproduktion stattfindet bzw. stattfinden sollte.

Neben den Beiträgen zum Themenschwerpunkt versammelt die Ausgabe auch einige weitere Beiträge sowie Rezensionen.

Wir wünschen viel Spaß beim Entdecken!

Hier geht es zum Inhaltsverzeichnis, zum Editorial und zum PDF des gesamten Heftes. Das Titelblatt der Ausgabe kann als Poster heruntergeladen werden.

 
Veröffentlicht: 2017-02-11
 

Release: Podiumsdiskussion Kritik – Arbeit – Wissen

 

Liebe Leser_innen,

wir möchten Euch herzlich einladen zu unserer Podiumsdiskussion im Vorfeld unserer Jubiläumsparty im seit Mittwoch besetzten Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin (Universitätsstraße 3B, R. 002/003), am Freitag, 20. Januar 2017, von 18:30-20:00 Uhr. In der Diskussion wird es um zentrale Inhalte unseres Jubiläumsheftes zu den „Bedingungen kritischer Wissensproduktion“ gehen: um Fragen von Kritik und Konkurrenz in der Wissenschaft, um Arbeitsbedingungen und kritische Lehre an Hochschulen sowie um Bedingungen und Alternativen in punkto Mitbestimmung und Interessenvertretung. Auf dem Podium diskutieren mit Euch: Tilman Reiz, Thomas Bürk, Sonja Staack und die Initiative unter_bau aus Frankfurt am Main.

Die Party selbst findet dann ab 22:00 Uhr im Südblock (Admiralstraße 1-2) in Kreuzberg statt.

Wir freuen uns auf Euch!

 
Veröffentlicht: 2017-01-14
 

Call for Papers: Stadt der Reproduktion – Sorge, Affektive Arbeit und die Transformation des Urbanen

 

Welche spezifischen räumlichen Organisationsformen entstehen in der aktuellen ‚Stadt der Reproduktion‘? Welchen Einfluss hat Reproduktionsarbeit auf die Räume des Urbanen, und wie prägen städtische Stukturen und Kulturen die Praktiken und Vergesellschaftungsformen der Reproduktion? Der geplante Themenschwerpunkt will sich diesen Fragen und Phänomenen ausgiebig widmen. Ein Ziel ist dabei auch, zu diskutieren, wie Reproduktionsarbeit vor dem Hintergrund aktueller und historischer Entwicklungen in der Stadtforschung konzeptionell (neu) gefasst werden kann.

Auch wenn diese vielfältigen Tätigkeiten konstitutiv für die gesellschaftliche Ordnung sind und die kapitalistische Lohnarbeit elementar auf der reproduktiven Arbeit aufbaut, wird diese doch selten als Arbeit anerkannt, zumal sie klassischerweise unentgeltlich und ‚aus Liebe‘ geschehen soll. Im Zuge der Durchsetzung kapitalistischer Raumorganisation wurde zudem ein Teil der Reproduktionsarbeit von der Sphäre der Produktion getrennt. Dies und ihre fehlende Anerkennung hat entscheidend zur ‚Unsichtbarkeit‘ und Marginalisierung der Reproduktionsarbeit beigetragen. Derzeit lassen sich jedoch auch gegenläufige Entwicklungen beobachten: So löst sich die strikte Trennung von Produktions- und Reproduktionsbereich durch die ‚Entgrenzung von Arbeit‘ teilweise wieder auf, allerdings ohne dass es zu einer Aufwertung der Reproduktionsarbeit käme. Stattdessen sind die institutionalisierten und entlohnten Formen von Reinigungs- und Sorge-Arbeit – nicht zuletzt in den ‚weißen Fabriken‘, d. h. den Kliniken, Pflegeheimen oder Kinderbetreuungseinrichtungen – oftmals besonders prekär und marginalisiert. Gerade Migrant_innen, Schwarze und People of Colour sind in diesen Arbeitsfeldern überrepräsentiert und besonders von Ausbeutung betroffen.

 
Veröffentlicht: 2016-12-21 Weiter…
 

Neuigkeiten: Wissenschaftler_innen für Andrej Holm

 

Offener Brief zu den Vorwürfen gegen Andrej Holm an den Senat von Berlin

Wir, Wissenschaftler_innen und Akademiker_innen der Gesellschafts- und Sozialwissenschaften sowie der Stadtforschung, begrüßen die Ernennung von Dr. Andrej Holm als Staatssekretär für Wohnen. Dass eine Diskreditierungskampagne gegen ihn, der in seiner wissenschaftlichen Arbeit die sozialen Folgen von Immobilienspekulation identifiziert und kritisiert hat, gestartet wurde, verwundert nicht. Diese Diskreditierungsversuche gegen seine Person müssen als der Versuch verstanden werden, eine Änderung der Stadt- und Wohnungspolitik zu unterbinden, noch bevor sie ausformuliert und angebahnt werden könnte.

Der international anerkannte Wissenschaftler Dr. Andrej Holm, hat erheblich dazu beigetragen, Wohnungsmarktdynamiken und die Folgen der Abkehr von sozialen Wohnungspolitiken zu verstehen. Nicht nur im akademischen Feld hat er sich so einen Namen gemacht, seine Expertise wurde auch in öffentlichen Debatten nachgefragt. Er wurde als kritischer Beobachter von Segregations‑ und Verdrängungsprozessen genauso wie aufgrund seiner konstruktiven Reformvorschläge geschätzt. Zugleich hat er sich als Berater und Fürsprecher von Mieter_inneninitiativen exponiert. Sein Eintreten für die Geschädigten der bisherigen Stadtpolitik ist ein Zeugnis dafür, dass er seine Forschung seit Jahren in den Dienst sozialer Gerechtigkeit stellt. Die Humboldt-Universität zu Berlin sollte in dieser Hingabe und politischen Verantwortung ein Bekenntnis zur Demokratie erkennen, wie es klarer nicht sein könnte.

Ob Andrej Holm beim Ausfüllen seiner Einstellungsunterlagen für die HU Berlin bewusst Tatsachen verschwiegen hat oder sich nicht an seine genauen Anstellungsverhältnisse als 18jähriger erinnern konnte, können wir nicht wissen. In keinem Fall sollte die Humboldt-Universität sich aber politisch instrumentalisieren und damit indirekt vor den Karren der Immobilienwirtschaft spannen lassen.

Als Wissenschaftler_innen ist es für uns unerträglich, diesen Umgang mit einem unserer Kollegen beobachten zu müssen. Einen Umgang, der offensichtlich versucht, einen Bruch in Andrej Holms Biographie zu instrumentalisieren, um einen politischen Wandel zu verhindern. Der Berliner Regierungskoalition bleibt nur zu wünschen, dass sie nicht auf Andrej Holms Expertise und sein soziales Engagement verzichtet und nicht vor dem Druck derjenigen, die von Immobilienspekulation profitieren, einknickt. Denn die neue politische Kultur, die sich die rot-rot-grüne Koalition wünscht, kann nur auf Kompetenz und Engagement beruhen, die Andrej Holm unter Beweis gestellt hat.

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Veröffentlicht: 2016-12-20 Weiter…
 

Veröffentlichung: Band 4, Heft 2/3 „Bedingungen kritischer Wissensproduktion“ online!

 

Die 10. Ausgabe von  sub\urban ist erschienen: Der Themenschwerpunkt „Bedingungen kritischer Wissensproduktion“ richtet den Blick auf die Universitäten selbst mit Forschung, Verwaltung und Lehre, aber auch auf andere Produktionsstätten kritischen Wissens wie soziale Bewegungen, Planungspraxis und Gewerkschaften.

Aufsätze, Debatten und Magazinbeiträge gehen der Frage nach, unter welchen Bedingungen heute kritische Wissensproduktion stattfindet bzw. stattfinden sollte.

Neben den Beiträgen zum Themenschwerpunkt versammelt die Ausgabe auch einige weitere Beiträge sowie Rezensionen.

Wir wünschen viel Spaß beim Entdecken!

Hier geht es zum Inhaltsverzeichnis, zum Editorial und zum PDF des gesamten Heftes. Das Titelblatt der Ausgabe kann als Poster heruntergeladen werden.

 
Veröffentlicht: 2017-01-01
 
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