Queer worldings in the urban age. Die sub\urban Journal Lecture beim Deutschen Kongress für Geographie im Oktober 2015 in Berlin

Hauptsächlicher Artikelinhalt

Natalie Oswin

Abstract

Der Beitrag stellt die Frage, in welchem Bezug die vieldiskutierte globale Urbanisierung, die sich in den vergangenen Jahrzehnten besonders im Globalen Süden weiter beschleunigt hat, mit einer ebenfalls zu beobachtenden verstärkten Thematisierung sexueller und geschlechtlicher Identitäten weltweit steht. Denn Kämpfe um Sichtbarkeit, Anerkennung und nicht-normative Lebensweisen artikulieren sich gerade in städtischen Kontexten mit besonderer Virulenz. Ein bislang weitgehend vernachlässigtes Potenzial wird dabei in Überschneidungen von Kritiken tradierter eurozentrischer Stadtkonzepte in den Urban Studies einerseits und der Infragestellung sexueller und geschlechtlicher – und ebenfalls oft an westlichen Standards orientierter – Normen in den Queer Studies andererseits gesehen. Sowohl Urban Studies als auch Queer Studies treiben ein worlding, eine Verweltlichung der untersuchten Probleme voran. Die Fragestellungen, die aus einer Zusammenführung von urban worlding und queer worlding entstehen, ermöglichen neue Blicke auf die Rolle, die gerade marginalisierte Subjekte in Prozessen von Urbanisierung und Globalisierung spielen.

Artikel-Details

Zitationsvorschlag
Oswin, N. (2015) „Queer worldings in the urban age. Die sub\urban Journal Lecture beim Deutschen Kongress für Geographie im Oktober 2015 in Berlin“, sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung, 3(3), S. 99-110. doi: 10.36900/suburban.v3i3.208.
Rubrik
Debatte