Stadt ethnographisch erforschen Potenziale reflexiver Positionalität

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Carolin Genz

Abstract

Die ethnografische Erforschung von Stadt lässt sich nicht auf einzelne Werkzeuge reduzieren. Vielmehr handelt es sich um einen multimodalen Methodenzugang, der eine holistische Perspektive auf Bedeutungsstrukturen städtischer Akteur_innen und deren sozial-räumliche Praktiken eröffnet und darüber Machtverhältnisse und politische Logiken stadtgesellschaftlichen Miteinanders sichtbar werden lässt. Im Hinblick auf ein stetig wachsendes interdisziplinäres Interesse an der Ethnografie zur Erforschung von Stadt ist es wichtig, dass ethnografisch Forschende dieses methodologische Grundverständnis in Bezug auf ihre politische Verantwortung und den Politiken ethnografischer Repräsentation reflektie­ren. Der vorliegende Beitrag skizziert daher die Modalitäten der ethnografischen Stadtforschung und thematisiert die Reflexion der eigenen Positionalität und deren interventionistisches Potenzial. Denn die Debatte um eine politische wie auch reflexive Haltung ethnografischer Wissensproduktion ist zentral für die Anschlussfähigkeit der Ethnografie in einer interdisziplinär ausgerichteten, kritischen Stadtforschung.

Artikel-Details

Zitationsvorschlag
Genz, C. (2020). Stadt ethnographisch erforschen: Potenziale reflexiver Positionalität . sub\urban. Zeitschrift für Kritische Stadtforschung, 8(3), 11–30. https://doi.org/10.36900/suburban.v8i3.535
Rubrik
Aufsätze aus dem Schwerpunkt
Autor/innen-Biografie

Carolin Genz

Carolin Genz ist Stadtanthropologin. Sie forscht zu urbanen Transformationsprozessen, Wohnungspolitik und Protest unter Einbezug der Analyse sozial-räumlicher Praktiken innerhalb der Stadt- und Raumforschung.