Wilde Urbaniten Tier-Mensch-Regime im Habitat Großstadt

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Annette Voigt
Thomas E. Hauck
Stefanie Hennecke
Wiebke Reinert
Abstract

Die rechtlich-administrative und räumlich-planende Regulation des Vorkommens wildlebender Tiere im urbanen Raum lässt sich drei historisch gewachsenen Regimen zuordnen: Das Regime der Hygiene konstituiert die wilden Tiere der Stadt als Schädlinge, Lästlinge oder Nützlinge, das der Jagd als Nutzwild, Raubwild oder Raubzeug und das des Naturschutzes als Schutzobjekte, als heimisch oder fremd und als Leistungsträger oder Schädlinge. Dieses Regimedenken wandelt sich derzeit in der räumlichen Planungspraxis. Es wird mit Ansätzen eines integrierenden, die Wirkmächtigkeit von Tieren anerkennenden und nutzenden sowie offensiv-gestaltenden Umgangs mit Tieren experimentiert. Die interdisziplinäre Planungsmethode Animal-Aided Design berücksichtigt Tiere im Planungsprozess als Akteure, die urbane Räume aktiv mitgestalten und die Lebensqualität in der Stadt aufwerten.

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Autor/innen-Biografien

Annette Voigt

Annette Voigt ist Landschaftsplanerin. Sie lehrt und forscht zur Kulturgeschichte der Stadtnatur.

Thomas E. Hauck

Thomas E. Hauck ist Landschaftsarchitekt und leitet zusammen mit Wolfgang Weisser das Forschungsprojekt Animal-Aided Design (AAD).

Stefanie Hennecke

Stefanie Hennecke ist Professorin für Freiraumplanung und lehrt und forscht zur Nutzungsgeschichte und Gestaltung urbaner öffentlicher und privater Freiräume

Wiebke Reinert

Wiebke Reinert ist Kulturanthropologin und Historikerin. Sie forscht zu Tier-Mensch-Verhältnissen, Stadt-Land-Beziehungen und Planungskulturgeschichte.