Urbane Kleingärten im Fokus von Stadtentwicklung Übersetzungen eines mehrschichtigen Stadtraumes

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Nicola Thomas

Abstract

Kleingärten in verdichteten europäischen Städten sind zunehmend Druck ausgesetzt, ihre Existenz und ihr Nutzungsrecht gegenüber alternativen Ansprüchen zu legitimieren. Als Problem wird dabei artikuliert, dass sich die Kleingartenareale auf städtischem Boden befinden und damit ein grünes Allgemeingut darstellen, allerdings nur von einer begrenzten Anzahl von Pächter_innen genutzt werden. Damit wird eine private Nutzung auf öffentlichem Land postuliert. Aufbauend auf einer qualitativen Untersuchung zu Kleingartenumnutzungen in Hamburg und Basel und dem Wertordnungskonzept des Soziologen Laurent Thévenot, argumentiert der Aufsatz für die Begrenztheit dieser Sichtweise. Stattdessen werden Kleingärten als spezifischer grüner Stadtraum, der zwischen privaten und öffentlichen Grenzziehungen zu verorten ist und vielfältige Bezüge erlaubt, konzeptualisiert. Der Artikel folgert, dass Planungskonflikte um Kleingärten Ausdruck der Übersetzungen von persönlichen Raumbezügen in ein politisches issue sind und als Verhandlungen eines mehrschichtigen Raumes als commons zu verstehen sind.

Artikel-Details

Zitationsvorschlag
Thomas, N. (2020) „Urbane Kleingärten im Fokus von Stadtentwicklung: Übersetzungen eines mehrschichtigen Stadtraumes“, sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung, 8(1/2), S. 11-34. doi: 10.36900/suburban.v8i1/2.582.
Rubrik
Aufsätze aus dem Schwerpunkt
Autor/innen-Biografie

Nicola Thomas

Nicola Thomas ist Stadtsoziologin und forscht aktuell im Rahmen ihrer Dissertation zu Transformationsprozessen von urbanen Kleingärten in Europa. Ihre Schwerpunkte sind urbane Grünräume, städtische Beteiligungskulturen und qualitative Forschungsmethoden.