Organisiert gegen einen profitorientierten Wohnungskonzern Fünf Jahre berlinweite Vernetzung der Deutsche-Wohnen-Mieter*innen

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Hannes Strobel

Abstract

In Berlin organisieren sich seit fünf Jahren Mieter*innen des profitorientierten Konzerns Deutsche Wohnen in einer Vernetzung. Den Widerstand gegen spezifische Verwertungsstrategien eines renditegetriebenen Vermieters zu organisieren, darin besteht die Stärke der berlinweiten Struktur und ihrer lokaler Initiativen. Überwiegend organisieren sich hier Menschen außerhalb linker Zirkel und Szeneviertel. Ihre mannigfaltigen Aktivitäten haben mit den Weg bereitet für die Popularität der Forderung nach einer Enteignung profitorientierter Wohnungskonzerne. Auf Phasen erfolgreicher Organisierung folgen Phasen der Stagnation, der Wiederbelebung und des erneuten Abschwungs. Der vorliegende Text reflektiert diese fünfjährigen Organisierungserfahrungen und knüpft damit an die Strategiedebatten um Basisorganisierung an, die von Claudia Kratzsch und Robert Maruschke 2016 in s u b / u r b a n angestoßen wurden.

Artikel-Details

Zitationsvorschlag
Strobel, H. (2020) „Organisiert gegen einen profitorientierten Wohnungskonzern: Fünf Jahre berlinweite Vernetzung der Deutsche-Wohnen-Mieter*innen“, sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung, 8(3), S. 195–204. doi: 10.36900/suburban.v8i3.616.
Rubrik
Magazin
Autor/innen-Biografie

Hannes Strobel

Hannes Strobel ist Soziologe und arbeitet u. a. zum Wandel der Arbeitswelt, Digitalisierung und Gesundheit. Seit vielen Jahren engagiert er sich in der stadtpolitischen Bewegung.