Ererbte Transformation Kommentar zu Matthias Bernt und Andrej Holm „Die Ostdeutschlandforschung muss das Wohnen in den Blick nehmen“

Hauptsächlicher Artikelinhalt

Barbara Schönig

Abstract

Matthias Bernt und Andrej Holm weisen zu Recht darauf hin, dass es einer Forschung zu ostdeutschen Städten als konzeptionell eigenständigem Feld bedarf, die die spezifische Verräumlichung des tiefgreifenden gesellschaftlichen Transformationsprozesses nach 1990 ins Zentrum stellt. Dabei betrachten sie insbesondere das Feld des Wohnens als produktiv, um Kenntnis über die Struktur und Wirkung dieses Prozesses zu erlangen. Allerdings bleiben sie vage dabei, wie eine solche spezifisch auf Ostdeutschland gerichtete Wohnungsforschung zu konzipieren wäre und in welcher Weise die Besonderheiten und Parallelitäten ostdeutscher Entwicklungen zu den Transformationen von Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik in Westdeutschland, aber auch international, in Bezug zu setzen wären.

Artikel-Details

Zitationsvorschlag
Schönig, B. (2020). Ererbte Transformation: Kommentar zu Matthias Bernt und Andrej Holm „Die Ostdeutschlandforschung muss das Wohnen in den Blick nehmen“. sub\urban. Zeitschrift für Kritische Stadtforschung, 8(3), 115–122. https://doi.org/10.36900/suburban.v8i3.620
Rubrik
Debatte
Autor/innen-Biografie

Barbara Schönig

Barbara Schönig befasst sich in Lehre und Forschung mit Prozessen und Akteuren der Planung und Produktion von Stadt und Raum. Ihre Forschungsfelder sind interdisziplinäre Wohnungsforschung, sozialer Wohnungsbau, Partizipation und Stadtentwicklung sowie die (Re-)Strukturierung städtischer, suburbaner ebenso wie ländlicher Räume im Kontext gesellschaftlicher Transformation.