Bild_Titel_für_Mitteilung2.jpg Liebe Leser_innen,

heute möchten wir euch auf eine Vorabveröffentlichung aus dem nächsten Heft informieren. Der Beitrag „Die Logik des Ausbruchs. Formierung von Covid-19 durch Krisenbearbeitungsweisen” von Henning Füller und Iris Dzudzek reiht sich ein in unsere Veröffentlichungen zur Covid-19 Pandemie und ihre gesellschaftlichen Folgen. Die Autor_innen führen mit der kritischen Sozialepidemiologie eine Perspektive ein, die Gesundheit konsequent als soziale Frage diskutiert. Mit Hilfe der Perspektive des worldings verfolgen sie, wie bestimmte Logiken und Regierungsweisen der Krise sich im Moment der Krise materiell entfalten, an Kontexte angepasst werden, sich verändern und dabei ganz konkrete Welten der Krisenbewältigung erschaffen. Unter der Klammer „Logik des Ausbruchs“ zeigen sie die Verschränkung von zwei Momenten – der Klassifikation des Virus als Feind sowie die Bearbeitung von Covid-19 in Form nationaler Sicherheitspolitik –, die richtungsweisend für die gesellschaftliche Interaktion mit dem neuartigen Virus sind. Damit zeigen sie, dass die aktuelle Bearbeitungsweise der Krise eine strukturell voreingestellte, machtgeladene, aber letzten Endes nur eine von vielen anderen möglichen ist und öffnen den Blick für Bedingungen einer solidarischen Politik des Lebens. Der Artikel liefert damit einen Beitrag zu einer Geographie der Gesundheit, die im Sinne einer Sozialepidemiologie zweiter Ordnung nicht nach der Verbreitung und Bekämpfung von Viren und Seuchen fragt, sondern nach den Topologien der Macht, die den Ausbruch strukturieren.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen,

die Redaktion von sub\urban

Kristine Beurskens, Laura Calbet i Elias, Antonia Carbone, Nihad El-Kayed, Nina Gribat, Stefan Höhne, Johanna Hoerning, Jan Hutta, Justin Kadi, Michael Keizers, Yuca Meubrink, Boris Michel, Gala Nettelbladt, Lucas Pohl, Nikolai Roskamm, Nina Schuster, Lisa Vollmer