Worlding – Zwischen theoretischer Annährung, kritischer Intervention und gelebter (Forschungs-)Praxis. Kommentar zu Stephan Lanz’ „Über (Un-)Möglichkeiten, hiesige Stadtforschung zu postkolonialisieren“

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Laura Wenz
Abstract
Im Hinblick auf die derzeitigen Debatten um Deutschlands und Europas verfehlte Flüchtlings- und Asylpolitik sind zwei Argumente der postkolonialen Stadtforschung aktueller denn je: Zum einen, dass die urbanen Kämpfe im globalen Süden untrennbar verbunden sind mit jenen in Städten des globalen Nordens, zum zweiten, dass die unmenschlichen und gewaltsamen Zustände ‚hüben wie drüben‘ zweifellos als ein direktes Ergebnis (neo-)kolonialer Unterwerfung zu deuten sind. Ausgehend hiervon und in Rekurs auf den Text von Stephan Lanz setzt sich dieser Kommentar mit dem in der postkolonialen Stadtforschung derzeit populären worlding-Ansatz auseinander. Obwohl worlding zu Recht als ein fluides ‚heterodoxes Projekt‘ begriffen wird, liegt der Fokus meines Beitrags darauf, die bereits vorhandenen konzeptionellen Ausdifferenzierungen innerhalb des Ansatzes darzustellen, um so auch dessen analytische Potenziale für eine kritisch-postkoloniale Stadtforschung besser sichtbar zu machen.

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