Postkoloniale Schlüsselkategorien und translokale Theoriebildung. Kommentar zu Stephan Lanz’ „Über (Un-)Möglichkeiten, hiesige Stadtforschung zu postkolonialisieren“

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Shadia Husseini de Araújo

Abstract

Um eurozentristische Wissensproduktion und Theoriebildung zu ‚provinzialisieren‘, wird in den vergangenen Jahren immer öfter für ‚Theorien aus dem Süden‘ plädiert. Auf der Basis von  Feldforschungserfahrung hinterfrage ich in diesem Kommentar die Vorstellung von ‚Theorien aus dem Süden‘. ‚Norden‘ und ‚Süden‘ verstehe ich dabei als machtvolle postkoloniale Schlüsselkategorien, die zwar im strategisch essentialistischen Sinne wichtig und nützlich sein mögen, aber auch eine Reihe von Problemen in sich bergen und im schlimmsten Fall zur Reproduktion dessen beitragen, was eigentlich überwunden werden will. Alternativ schlage ich vor, sich für eine translokale Theoriebildung stark zu machen.

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Zitationsvorschlag
Husseini de Araújo, S. (2015). Postkoloniale Schlüsselkategorien und translokale Theoriebildung. Kommentar zu Stephan Lanz’ „Über (Un-)Möglichkeiten, hiesige Stadtforschung zu postkolonialisieren“. sub\urban. Zeitschrift für Kritische Stadtforschung, 3(1), 91–96. https://doi.org/10.36900/suburban.v3i1.177
Rubrik
Debatte