Keine riots in Deutschland? Die Ereignisse in Hamburg-Altona im Sommer 2013

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Julika Mücke
Moritz Rinn

Abstract

Gibt es in Deutschland wirklich (bislang) keine riots? Und ist es hier im Vergleich zu Vororten oder Großstädten der nordwesteuropäischen Nachbarschaft oder der USA wirklich so ruhig? Entgegen dieser in der deutschsprachigen sozialwissenschaftlichen Debatte oft angeführten Feststellung fragen wir, welche Elemente jener Auseinandersetzungen, die international als riots gefasst werden, auch in Konflikten in deutschen Großstädten sichtbar werden. Am Beispiel eines Ereignisses in Altona-Altstadt/Hamburg im Sommer 2013 untersuchen wir insbesondere Auseinandersetzungen um verräumlichte, kontrollintensive Polizeistrategien und spezifische Ausprägungen von Rassismus in städtischen Alltagen. Denn bisher wurden solche Parallelen zu Konflikten etwa in Frankreich, Großbritannien oder den USA nicht explizit beleuchtet oder durch desintegrationstheoretische Perspektiven verdeckt. Ausgangspunkt der Untersuchung sind dabei die diskursiv-medialen Deutungskämpfe um die Altonaer Ereignisse.

Artikel-Details

Zitationsvorschlag
Mücke, J. und Rinn, M. (2016) „Keine riots in Deutschland? Die Ereignisse in Hamburg-Altona im Sommer 2013“, sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung, 4(1), S. 111-130. doi: 10.36900/suburban.v4i1.215.
Rubrik
Aufsätze