Frankreich dekolonialisieren! Politik und Aktivismus in Pariser Banlieues

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Franco Lollia
Mehdi Meftach
Philippe Greif

Abstract

Der massive Abbau von Arbeitsplätzen im industriellen Sektor infolge neoliberaler Wirtschaftsmaßnahmen seit den 1970er Jahren besiegelte das Schicksal der sogenannten ‚roten Vorstädte‘ als traditioneller Bastion der Gewerkschaften und der kommunistischen Partei in Frankreich. Heutzutage werden mit dem Stereotyp ‚banlieue‘ überwiegend Politikverdrossenheit, Unorganisiertheit und mangelndes politisches Interesse beziehungsweise Engagement verknüpft. Doch gerade die landesweiten Aufstände von 2005, die mit dem Tod der beiden Jugendlichen Zyed Benna und Bouna Traoré in Clichy-sous-Bois ihren Ausgang nahmen, führten zu der Gründung einer Vielzahl an politischen Assoziationen und Initiativen. Im Oktober 2015 jährten sich die Aufstände zum zehnten Mal. Zeit zurück zu blicken. Eine Bestandsaufnahme aus Sicht von Aktivisten des Kollektivs Brigade Anti-Négrophobie (BAN) und der Parti des Indigènes de la République (PIR) aus Paris.

Artikel-Details

Zitationsvorschlag
Lollia, F., Meftach, M. und Greif, P. (2016) „Frankreich dekolonialisieren! Politik und Aktivismus in Pariser Banlieues“, sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung, 4(1), S. 143-154. doi: 10.36900/suburban.v4i1.219.
Rubrik
Debatte