Im Aufstand vereint? Rezension zu Margit Mayer, Catharina Thörn und Håkan Thörn (Hg.) (2016): Urban Uprisings. Challenging Neoliberal Urbanism in Europe. London: Palgrave.

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Lisa Vollmer
Abstract

Der Sammelband „Urban Uprisings. Challenging Neoliberal Urbanism in Europe“ ermöglicht einen vergleichenden Blick auf städtische Proteste in zahlreichen europäischen Ländern. Dabei ist es eines der Hauptargumente des Buches, dass riots und soziale Bewegungen nicht als theoretisch oder empirisch distinkte Phänomene zu betrachten sind. Das Anliegen des Sammelbandes, Gemeinsamkeiten zwischen den europäischen städtischen Protesten herauszustellen, ist angesichts der mikro-soziologischen Forschungslandschaft, die dazu neigt, Unterschiede zu betonen, sehr gelungen. Alle Beiträge betonen die strukturellen Ungleichheiten und ihre Ursachen, die den Protesten zugrunde liegen. Dabei ist das Buch mehr als nur eine Sammlung von Aufsätzen. Es schafft vielmehr die Basis für ein gemeinsames Verständnis von einem als immer disparater wahrgenommenen Europa – ein wissenschaftlich wie politisch wichtiges Unterfangen.

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