Informalität von oben und unten Stadtentwicklung in Kabul im Kontext von Staatsaufbau und militärisch-humanitärer Intervention

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Pietro Calogero
Stefan Schütte
Abstract

Stadtentwicklung in der afghanischen Hauptstadt Kabul nach der westlichen Intervention ist gekennzeichnet von der Verschränkung einer durch Staatsaufbau nach westlichem Vorbild gesteuerten Logik und der sich in diesem Rahmen ausbreitenden Aneignung des städtischen Raumes durch ganz verschiedene Akteure. Vor diesem Hintergrund wird das Ziel verfolgt, stadträumliche Entwicklungsprozesse in Kabul nach 2001 genauer in den Blick zu nehmen und mit jüngeren Debatten um urbane Informalität im globalen Süden zu verknüpfen. Dabei werden verschiedene, aufeinander bezogene Regime der Stadtplanung und ihre Raumproduktionen unter der Linse urbaner Informalität genauer betrachtet. Es soll herausgearbeitet werden, wie eine Herstellung und Zementierung städtischer Ungleichheit forciert wird, wie bestimmte soziale Dispositionen und Praktiken im Kontext von Informalität charakterisiert werden und wie urbane Informalität gezielt als Ressource zur Macht- und Wohlstandsaneignung eingesetzt werden kann.

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Rubrik
Aufsätze aus dem Schwerpunkt
Autor/innen-Biografien

Pietro Calogero

Pietro Calogero; Stadtplaner; Arbeitsschwerpunkte sind Stadtplanung und Planungstheorie, Globale Urbanisierung, Urbane Regime und Critical Modernity Studies.

Stefan Schütte

Stefan Schütte; Geograph mit Schwerpunkt Geographische Entwicklungsforschung; re­gionale Expertise in Südasien und Afghanistan zu Themen städtischer Lebenssicherung und ländlicher Entwicklung.