Die Goethe-Universität zieht um. Staatliche Raumproduktion und die Neoliberalisierung der Universität

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Bernd Belina
Tino Petzold
Jürgen Schardt
Sebastian Schipper
Abstract

Im Zuge des Bildungsstreiks 2009 besetzten Studierende der Johann Wolfgang Goethe-Universität (JWGU) in Frankfurt das „Casino“, ein zentrales Gebäude auf dem neuen IG-Farben-Campus im Westend. Während frühere Besetzungen von Universitätsgebäuden auf dem alten Campus in Bockenheim von der Universitätsleitung zwar auch nicht gerade begrüßt, aber doch toleriert worden sind, ließ das Präsidium im jüngsten Fall 176 Studierende nach nur drei Tagen polizeilich räumen. Um diesen repressiven Wandel im Umgang mit studentischem Protest zu verstehen, rekonstruieren wir im Folgenden die Art und Weise, wie die JWGU als Teil des Staatsapparates Universität zu unterschiedlichen Zeiten zwei Campus als konkrete Orte (places) hervorgebracht hat, die jeweils als Ausdruck und Verdichtung der nationalen und lokalen gesellschaftlichen Kräfteverhältnisse im Fordismus bzw. Neoliberalismus zu interpretieren sind.

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Rubrik
Aufsätze
Autor/innen-Biografien

Bernd Belina

Forschungsschwerpunkte sind Stadtgeographie und politische Geographie. Er arbeitet am Institut für Humangeographie der Goethe-Universität Frankfurt a. M.

Tino Petzold

Forschungsschwerpunkte sind kritische Europaforschung, und Geographien des Rechts. Er arbeitet am Institut für Humangeographie der Goethe-Universität Frankfurt a. M. 

Jürgen Schardt

Forschungsschwerpunkte sind kritische Stadtforschung und Geographien der Ungleichheit. Er arbeitet am Institut für Sozialforschung an der Goethe-Universität Frankfurt a. M. 

Sebastian Schipper

Forschungsschwerpunkte sind Stadtpolitik, politische Ökonomie des Wohnens und städtische soziale Bewegungen. Er arbeitet am Institut für Humangeographie der Goethe-Universität Frankfurt a. M.