Parental Control Technologies und die Überwachung kindlicher Mobilität

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Sarah Berg
Jan Wehrheim

Abstract

Im Kontext fortschreitender (auch urbaner) Technisierung und Digitalisierung etabliert sich ein stetig wachsender Markt an Tracking-Anwendungen, die es Eltern ermöglichen, den Standort ihrer Kinder in Echtzeit zu erfahren und ihre Bewegungen nachzuverfolgen. Die bloße Verfügbarkeit dieser als Parental Control Technologies verhandelten Technologien erklärt aber noch nicht ihre tatsächliche Nutzung. Auch ob sie Technologien der Kontrolle und Überwachung von Kindern und Jugendlichen sind, erklärt sich nicht aus ihnen selbst, sondern wird in konkreten Praktiken interaktiv und machtvoll ausgehandelt. Der Artikel formuliert Thesen zu den Hintergründen der Verbreitung raumbezogener Parental Control Technologies sowie zu ihren Folgen und fragt, welche stadt- und raumforscherischen Implikationen diese haben können.

Artikel-Details

Zitationsvorschlag
Berg, S., & Wehrheim, J. (2021). Parental Control Technologies und die Überwachung kindlicher Mobilität. sub\urban. Zeitschrift für Kritische Stadtforschung, 9(3/4), 105–122. https://doi.org/10.36900/suburban.v9i3/4.654
Rubrik
Aufsätze aus dem Schwerpunkt
Autor/innen-Biografien

Sarah Berg

Sarah Berg hat Soziale Arbeit studiert und arbeitet zu Sozialer Arbeit in der Stadt, abweichendem Verhalten und Kontrolle.

Jan Wehrheim

Jan Wehrheim ist Sozialwissenschaftler und Entwicklungspolitologe. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Stadt- und Devianzsoziologie sowie neue Kontrolltechnologien.