Wenn die Verhältnisse unter die Haut gehen Urbane Gesundheit relational gedacht

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Richard Bůžek
Iris Dzudzek
Susanne Hübl
Lisa Kamphaus

Abstract

Insbesondere in Städten werden Gesundheitsungleichheiten individuell verkörpert. Gleichzeitig werden sie in Recht-auf-Stadt-Kämpfen kollektiv adressiert. Dennoch bleibt das Verhältnis zwischen Gesundheit und Ungleichheit in der Kritischen Stadtgeographie unterrepräsentiert. Wie genau werden Machtverhältnisse in Form von Gesundheit und Krankheit konkret und ortsspezifisch ungleich verkörpert und mit welcher Raumwirksamkeit? Mithilfe eines relationalen Gesundheitsverständnisses fragen wir, wie Machtverhältnisse – vermittelt über Gesellschaftsstrukturen und (politisch konstruierte) Umwelten – krank machen. Urbane Gesundheitsinitiativen verfolgen vielfältige räumliche Strategien zur Sichtbarmachung und Bearbeitung krank machender Verhältnisse. Mithilfe des Konzepts Worlding tragen wir das verstreut vorliegende Wissen dieser Initiativen bezogen auf Stadtteilgesundheit, Frauen- und migrantische Gesundheit zum Einfluss bioökosozialer Verhältnisse auf Gesundheit zusammen. Wir diskutieren die Raumrelevanz für die Hervorbringung von Krankheit und die kollektive Repolitisierung von Gesundheit auf Stadtteilebene. Damit tragen wir zu einer Kritischen Stadtgeographie verkörperter Ungleichheiten bei, die zeigt, wie Machtverhältnisse sich in Form von Krankheit und Gesundheit in Körper einschreiben.

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Rubrik
Aufsätze
Autor/innen-Biografien

Richard Bůžek

Richard Bůžek ist Humangeograph und forscht aktuell zur Assetization von ambulanter Gesundheitsversorgung.

Iris Dzudzek

Iris Dzudzek ist Humangeographin und arbeitet zu Fragen von Macht und Wissen im Spannungsfeld von Globalisierung, Stadt und Gesundheit.

Susanne Hübl

Susanne Hübl ist Humangeographin und forscht aktuell zu feministischen Politiken des Lebens.

Lisa Kamphaus

Lisa Kamphaus ist Humangeographin und arbeitet aktuell in Praxis und Forschung zu gesundheitsgerechter Stadtgestaltung von unten.