Bd. 8 Nr. 1/2 (2020): Die Natur der Stadt. Urbane politische Ökologien

Call für Rezensionen

2020-07-16

Liebe Leser_innen,

um die verschiedenen Perspektiven und aktuellen Debatten der kritischen Stadtforschung kontinuierlich zu beleuchten, freut sich sub\urban über neue Einreichungen für die Rubrik Rezensionen. Ob Einzel- oder Sammelrezensionen – idealerweise bieten die Beiträge dieser Rubrik nicht nur eine Zusammenfassung einer Publikation, sondern ordnen sie auch in wissenschaftliche und/oder politische Kontroversen und Kontexte ein. In diesem Sinne schlagen wir folgende Publikationen für Rezensionen vor:

Passend zu unserem nächsten Themenschwerpunkt Methoden:

  • Farthing, Stuart. 2015. Research Design in Urban Planning. London: SAGE.
  • Leitner, Helga / Peck, Jamie & Sheppard, Eric (Hg.). 2019. Urban Studies Inside/Out. Theory, Method, Practice. London: SAGE.
  • Prell, Uwe. (im Erscheinen). Die Stadt. Eine Einführung für die Sozialwissenschaften. Barbara Budrich. (erscheint voraussichtlich im September 2020).
  • Ward, Kevin (Hg.). 2020. Researching the city. A guide for students. 2nd Edition. London: SAGE.

Weitere Vorschläge:

  • Agier, Michel. 2020. Der „Dschungel von Calais“. Über das Leben in einem Flüchtlingslager. Bielefeld: transcript Verlag.
  • Atkinson, Rowand. 2020. Alpha City. How London Was Captured by the Super-Rich. London: Verso Books.
  • Brenner, Neil. 2019. New Urban Spaces. Urban Theory and the Scale Question. New York: Oxford University Press.
  • Fuller, Graham. 2019. The Political Economy of Housing Financialization. New York City: Columbia University Press.
  • Gerber, Brigitta / Kriese, Ulrich (Hg.). 2019. Boden behalten - Stadt gestalten. Zürich: Rüffer & Rub.
  • Heer, Barbara. 2019. Cities of Entanglements. Social Life in Johannesburg and Maputo Through Ethnographic Comparison. Bielefeld: transcript Verlag.
  • Kern, Leslie. 2020. Feminist City. Claiming Space in a Man-Made World. London: Verso Books.
  • Madden, David / Marcuse, Peter. 2016. In Defense of Housing. The Politics of Crisis. London: Verso Books.
  • Martinez, Miguel. 2020. Squatters in the Capitalist City. Housing, Justice and Urban Politics. London: Routledge.
  • Metzger, Philipp. 2020. Die Finanzialisierung der deutschen Ökonomie am Beispiel des Wohnungsmarktes. Bielefeld: transcript.
  • Schwark, Jürgen. 2020. Sportgroßveranstaltungen. Kritik der neoliberal geprägten Stadt. Wiesbaden: Springer Verlag.

Wenn Ihr Interesse habt, eine Rezension zu verfassen, könnt Ihr die Bücher als Rezensionsexemplare bei uns anfragen. Bitte meldet Euch, wenn Ihr eine Rezension übernehmen wollt. Für Fragen stehen wir gerne unter info@zeitschrift.suburban.de zur Verfügung.

Hinweise zu unserer Rubrik Rezension findet ihr hier.

Schöne Grüße

die Redaktion von sub\urban

Kristine Beurskens, Laura Calbet i Elias, Antonio Carbone, Nihad El-Kayed, Nina Gribat, Stefan Höhne, Johanna Hoerning, Jan Hutta, Justin Kadi, Michael Keizers, Yuca Meubrink, Boris Michel, Gala Nettelbladt, Lucas Pohl, Nikolai Roskamm, Nina Schuster, Lisa Vollmer

Call for Papers für den Themenschwerpunkt „Kinder in der Stadt“

2020-06-23

Es klafft eine Lücke in der kritischen Stadtforschung, was die Kinder angeht, die in der Stadt leben. Während noch bis vor wenigen Jahrzehnten angesichts gewaltiger (Sub-)Urbanisierungsprozesse kontrovers diskutiert wurde, was die moderne Großstadt ihren Kindern an Erlebnisqualitäten und -orten überhaupt noch zu bieten hat, ist es zuletzt um das spezifische Verhältnis von Stadt und Kindheit vergleichsweise still geworden. Das mag vor allem daran liegen, dass das alte Schreckgespenst städtischer Kindheit sein bedrohliches Gesicht ein Stück weit verloren hat, seitdem sich Kindheit in Ländern des globalen Nordens immer umfänglicher in verhäuslichten Räumen und eigens für Kinder erdachten Institutionen abspielt – und die Kindheitsforschung ihnen in diese Räume gefolgt ist. Mit der aktuellen Corona-Krise rücken nunmehr wieder verstärkt die spezifischen Lebenswirklichkeiten von Kindern in Städten in den Blick, zeigen die „social distancing“-Maßnahmen doch wie durch ein Brennglas, dass Kinder in ihren Bewegungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum wesentlich stärker eingeschränkt und an die häusliche Sphäre gebunden sind als Erwachsene. Für Kinder ist die Straßenöffentlichkeit der Stadt jedoch (immer noch) ein wichtiger Erlebnisraum. Kinder gestalten die Stadt auf ihre Weise mit und fordern bestehende Ordnungen und Kontrollbestrebungen urbaner Gesellschaften heraus. Das macht sie für eine kritische Stadtforschung interessant, die nach machtvollen Verräumlichungspraktiken einerseits und emanzipatorischen Potenzialen von Stadt andererseits fragt.

 

Geographische Überlegungen in Zeiten der Pandemie von Rogério Haesbaert

2020-06-05

Bild_Titel_für_Mitteilung2.jpgLiebe Leser*innen,

mit Blick auf die von der Pandemie Covid-19 geprägten letzten Monate und unsere letzte Ausgabe mit dem Themenschwerpunkt „Die Natur der Stadt“ wollen wir euch mit diesem Newsletter auf einen weiteren Text zum Themenschwerpunkt aufmerksam machen, den wir bereits vor Erscheinen der nächsten Ausgabe veröffentlichen: „Geographische Überlegungen in Zeiten der Pandemie“  von dem brasilianischen Humangeographen Rogério Haesbaert. Aus dem Portugiesischen übersetzt wurde der Text innerhalb der Redaktion von Johanna Hoerning und Jan Hutta. Gleichzeitig freuen wir uns erstmalig auch die Vorabveröffentlichung der portugiesischen Version des Textes verkünden zu können: „Reflexões Geográficas em Tempos de Pandemia”. Com isso saudamos nossxs leitores de língua portuguesa!

Der Autor argumentiert, dass die planetarische Krise, die die Covid-19-Pandemie ausgelöst hat, stark mit Problemen geographischer Natur verwoben ist. Für ihn ist es daher notwendig, dass wir unsere Kategorien im Licht der aktuellen Geschehnisse in der Welt bewerten. So zeigt er auf, dass Territorialität und Prozesse der Deterritorialisierung noch nie so relevant waren wie jetzt, im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus.

Ganz besonders freuen wir uns, euch auch mitteilen zu können, dass wir weitere Verstärkung in der Redaktion bekommen haben: Mit Nihad El-Kayed, Gala Nettelbladt und Lucas Pohl werden wir zukünftig gemeinsam die nächsten Ausgaben und Themen angehen. Nihad ist Soziologin mit Schwerpunkt Stadt- und Migrationsforschung, Gala ist Stadtplanerin und -forscherin und forscht zu Zuwanderungsstrategien in Städten und Lucas Pohl ist Humangeograph und einigen sicher bekannt durch seine Beiträge bei uns „Das urbane Unbewußte“ (Bd. 7/3 2019) oder „Kunst des Gehens“ (Bd. 5/1/2 2017). Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit! Zugleich bedauern wir das Ausscheiden unseres langjährigen Redaktionsmitglieds Carsten Praum aus der Redaktion. Carsten ist Gründungsmitglied von sub\urban und allein deswegen wird er für uns immer ein Teil der Redaktion bleiben. Wir wünschen Dir alles Gute, Carsten!

Wir wünschen viel Freude beim Lesen,

die Redaktion von sub\urban

Kristine Beurskens, Laura Calbet i Elias, Antonio Carbone, Nihad El-Kayed, Nina Gribat, Stefan Höhne, Johanna Hoerning, Jan Hutta, Justin Kadi, Michael Keizers, Yuca Meubrink, Boris Michel, Gala Nettelbladt, Lucas Pohl, Nikolai Roskamm, Nina Schuster, Lisa Vollmer