Die Versammlung des Kollektivs. Kommentar zu Alexa Färbers „Potenziale freisetzen“

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Roland Lippuner

Abstract

Äußerungen zum Potenzial einer Forschungsperspektive setzen eine bestimmte Leistungserwartung voraus. Dieser Kommentar geht davon aus, dass eine solche Leistungserwartung bei der kritischen Stadtforschung im Anspruch gesehen werden kann, die Welt nicht nur zu verstehen und zu beschreiben, sondern mit den Beschreibungen auch zu Veränderungen beizutragen. Die Frage ist jedoch weniger, ob Assemblageforschung in der Lage ist, gesellschaftliche Missstände aufzudecken oder ob sie sich als ‚praktische Theorie‘ eignet, um konkrete Maßnahmen (Aktionen) zur Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse anzuleiten. Die Fragen, denen dieser Kommentar nachgeht, sind vielmehr, wie die Theorie das Verhältnis von Theorie und Praxis bestimmt, inwieweit die Theorie in der Lage ist, ihre eigene gesellschaftliche Einbettung zu reflektieren, und welche Konsequenzen sie daraus für die theoretische Praxis einer Beschreibung der Gesellschaft in der Gesellschaft ableitet.

Artikel-Details

Zitationsvorschlag
Lippuner, R. (2014) „Die Versammlung des Kollektivs. Kommentar zu Alexa Färbers ‚Potenziale freisetzen‘“, sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung, 2(1), S. 120-125. doi: 10.36900/suburban.v2i1.113.
Rubrik
Debatte