Bd. 9 Nr. 1/2 (2021): digital war besser

Veröffentlichung! Band 9, Heft 1/2 „digital war besser“ ist online!

2021-04-23

cover_issue_46_de_DE.jpg Liebe Leser*innen,

unsere neue Ausgabe ist erschienen! Im Schwerpunktthema beleuchten wir das Thema Stadt und Digitalisierung aus kritischer Perspektive. Wer wissen will, was es mit dem Titel der Ausgabe auf sich hat, möge das Editorial lesen. Neben fünf spannenden Aufsätzen befasst sich auch eine Bildstrecke von Susanne Huth im Magazinteil mit dem Themenschwerpunkt, der wir das Titelbild dieser Ausgabe entnommen haben.

Unseren virtuellen Themenschwerpunkt zu COVID-19 erweitern wir durch eine Debatte zum „Ende des Städtischen?“ sowie einen Videovortrag von Roger Keil. Im offenen Heftteil erwarten euch ein Aufsatz zu methodischen Fragen der Verdrängungsforschung sowie im Magazin ein Beitrag zum Refugee District in Belgrad. Rezensionen sind natürlich auch wieder zu finden.

Hier geht es zum Inhaltsverzeichnis und zum PDF des gesamten Heftes. Das Titelblatt der Ausgabe kann als Poster heruntergeladen werden.

 

Wie immer freuen wir uns über freie Einreichungen in unseren Rubriken Aufsatz, Debatte, Magazin und Rezension.

Schöne Grüße,

die Redaktion von sub\urban

Kristine Beurskens, Laura Calbet i Elias, Nihad El-Kayed, Nina Gribat, Stefan Höhne, Johanna Hoerning, Jan Hutta, Justin Kadi, Michael Keizers, Yuca Meubrink, Boris Michel, Gala Nettelbladt, Lucas Pohl, Nikolai Roskamm, Nina Schuster, Lisa Vollmer

Rezensions-Call "Stadt in der Kindheit"

2021-04-21

Für die kritische Stadtforschung stellt die Beschäftigung mit Kindern und städtischer Kindheit immer noch ein Desiderat dar. In den letzten Jahren sind allerdings eine Reihe von Büchern erschienen, die sich (zumindest in einem Seitenblick) diesem Themenfeld widmen. Sie beleuchten beispielsweise die materiellen Kulturen und Spielweisen von Kindern in Städten wie auch ihre Formen des Protest und Raumaneignungen.

Für den Themenschwerpunkt „Kindheit in der Stadt“, den wir aktuell mit der externen Herausgeberin Verena Schreiber realisieren, freuen wir uns über Rezensionen, die sich diesen Themen widmen. Dabei ist uns wichtig, dass Rezensionen weder Zusammenfassungen einer Publikation sind noch Verrisse. Vielmehr stellen wir uns eine kritische Würdigung durch die Schreiber_in der Rezension vor, die verbunden ist mit einer Einordnung in den wissenschaftlichen Forschungsstand.

Die intime Stadt – Kulturen queerer Verbindung

2021-04-19

Fragen nach sozialen Formen intimer Beziehung und Verbindung in der Stadt haben die Stadtforschung von Anbeginn begleitet. Auch wenn die idealtypische Stadt oft als Raum anonymer Öffentlichkeit und der flüchtigen Begegnung von Fremden konzipiert wurde, so haben viele Arbeiten etwa der Stadtanthropologie oder der Lesbian & Gay und der Queer Studies spezifische Formen intimer Verbindung herausgearbeitet, die in Städten entstehen und das Städtische formen. Diese Arbeiten stehen auch in Bezug zu Diskussionen rund um Stadt und Körper, zu Auseinandersetzungen mit Affekten und Emotionen in der Stadt, zu feministischen Beschäftigungen mit dem Verhältnis von öffentlichen und privaten Räumen oder zu Forschungen zu Städten des Globalen Südens, die auf vielfältige ökonomische, architektonische und soziale Konfigurationen jenseits der Binarität von ‚Innen‘ und ‚Außen‘ verwiesen haben. Fragen der Intimität stellen sich auch im Zusammenhang von Beschäftigungen mit Jugendlichen in der Stadt, Obdachlosigkeit oder Rassismus, Migration und Solidarität. Taucht die Frage städtischer Intimität in einer Reihe unterschiedlicher Diskussionen der kritischen Stadtforschung auf, so fehlt es bislang doch – gerade in deutschsprachigen Debatten – an einer stringenteren Beleuchtung der Thematik.