Bd. 9 Nr. 1/2 (2021): digital war besser

Peripherien und Zentralitäten: Geographien von Covid-19

2021-06-18

Bild_Titel_für_Mitteilung2.jpgIn seinem Beitrag „Peripherien und Zentralitäten: Geographien von Covid-19“ nimmt Daniel Mullis Bezug auf den bei uns als Video veröffentlichten Vortrag von Roger Keil aus der translokalen Vorlesungsreihe „Geographien von Covid-19“ sowie auf die in der letzten Ausgabe erschienene s u b \ u r b a n-Debatte zum „Ende des Städtischen” und erweitert beide um einige wichtige Aspekte.

Wo das Virus konzentriert auftritt, dort findet sich das Periphere in der Stadt und in der Gesellschaft, so die These von Biglieri, De Vidovich und Keil (2020). Keil (2021a) konkretisiert diese entlang der drei Dimensionen räumliche, institutionelle und soziale Peripherie. Aus dieser Perspektive können auch für Deutschland die mitunter tödlichen gesellschaftlichen Ungleichheiten der Pandemie, die entlang von class, race und gender verlaufen, entschlüsselt werden. Um die Geographien von Covid-19 zu verstehen, reicht diese Perspektivensetzung jedoch nicht aus. Um Ungleichheiten nicht ungewollt fortzuschreiben, müssen auch Dimensionen von Zentralität bzw. Zentralisierung, etwa im Kontext von Verstädterung, Mobilität, Primat der Wirtschaft und Governance, berücksichtigt werden.

Veröffentlichung! Band 9, Heft 1/2 „digital war besser“ ist online!

2021-04-23

cover_issue_46_de_DE.jpg Liebe Leser*innen,

unsere neue Ausgabe ist erschienen! Im Schwerpunktthema beleuchten wir das Thema Stadt und Digitalisierung aus kritischer Perspektive. Wer wissen will, was es mit dem Titel der Ausgabe auf sich hat, möge das Editorial lesen. Neben fünf spannenden Aufsätzen befasst sich auch eine Bildstrecke von Susanne Huth im Magazinteil mit dem Themenschwerpunkt, der wir das Titelbild dieser Ausgabe entnommen haben.

Unseren virtuellen Themenschwerpunkt zu COVID-19 erweitern wir durch eine Debatte zum „Ende des Städtischen?“ sowie einen Videovortrag von Roger Keil. Im offenen Heftteil erwarten euch ein Aufsatz zu methodischen Fragen der Verdrängungsforschung sowie im Magazin ein Beitrag zum Refugee District in Belgrad. Rezensionen sind natürlich auch wieder zu finden.

Hier geht es zum Inhaltsverzeichnis und zum PDF des gesamten Heftes. Das Titelblatt der Ausgabe kann als Poster heruntergeladen werden.

 

Wie immer freuen wir uns über freie Einreichungen in unseren Rubriken Aufsatz, Debatte, Magazin und Rezension.

Schöne Grüße,

die Redaktion von sub\urban

Kristine Beurskens, Laura Calbet i Elias, Nihad El-Kayed, Nina Gribat, Stefan Höhne, Johanna Hoerning, Jan Hutta, Justin Kadi, Michael Keizers, Yuca Meubrink, Boris Michel, Gala Nettelbladt, Lucas Pohl, Nikolai Roskamm, Nina Schuster, Lisa Vollmer

Rezensions-Call "Stadt in der Kindheit"

2021-04-21

Für die kritische Stadtforschung stellt die Beschäftigung mit Kindern und städtischer Kindheit immer noch ein Desiderat dar. In den letzten Jahren sind allerdings eine Reihe von Büchern erschienen, die sich (zumindest in einem Seitenblick) diesem Themenfeld widmen. Sie beleuchten beispielsweise die materiellen Kulturen und Spielweisen von Kindern in Städten wie auch ihre Formen des Protest und Raumaneignungen.

Für den Themenschwerpunkt „Kindheit in der Stadt“, den wir aktuell mit der externen Herausgeberin Verena Schreiber realisieren, freuen wir uns über Rezensionen, die sich diesen Themen widmen. Dabei ist uns wichtig, dass Rezensionen weder Zusammenfassungen einer Publikation sind noch Verrisse. Vielmehr stellen wir uns eine kritische Würdigung durch die Schreiber_in der Rezension vor, die verbunden ist mit einer Einordnung in den wissenschaftlichen Forschungsstand.